Wirtschaft
30.10.2018

Zahlungsabwickler Wirecard steigert Umsatz um 42 Prozent

Der Betriebsgewinn (EBITDA) werde im Gesamtjahr auf 530 Millionen bis 560 Millionen Euro zulegen.

Der vom Österreicher Markus Braun geleitete Zahlungsabwickler Wirecard sieht sich nach starken Zuwächsen in den ersten neun Monaten auf Kurs zu seinem Jahresziel. Der Betriebsgewinn (EBITDA) werde im Gesamtjahr auf 530 Mio. bis 560 Mio. Euro zulegen, bekräftigte das jüngst in den DAX aufgestiegene deutsche Unternehmen bei der Vorlage vorläufiger Neunmonatszahlen am Dienstag.

Zur Börseneröffnung kletterten die Aktien um rund 2,5 Prozent. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser erklärten, angesichts globaler makroökonomischer Unsicherheiten sei die Bekräftigung der Prognose ein starkes Signal.

Zwar erreichte der Gewinn in den drei abgelaufenen Quartalen trotz starken Wachstums weniger als drei Viertel der im Gesamtjahr angepeilten Bandbreite. Er kletterte um 38 Prozent auf knapp 396 Mio. Euro. Die Konzernleitung unter Leitung Brauns rechnet jedoch mit einem Schlussspurt. "Der Vorstand erwartet für das vierte Quartal 2018 eine starke Geschäftsentwicklung", erklärte Wirecard.

Dank des weltweit boomenden Online-Handels legte der Umsatz des Zahlungsabwicklers von Jänner bis September um 42 Prozent auf 1,45 Mrd. Euro zu. Wie nur wenige andere Firmen der Finanzbranche profitiert Wirecard von der Verlagerung der Geldströme ins Internet. Der Dienstleister wickelt mit Online-Technologie für andere Firmen den Zahlungsverkehr ab und kassiert dafür Provisionen.

Endgültige Quartalszahlen und Details zur Geschäftsentwicklung will Wirecard am 14. November vorlegen.