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Wirtschaft
11/23/2020

Wirtschaftsprüfer können im Wirecard-Ausschuss nicht aussagen

Entbindung von Verschwiegenheitspflicht durch Insolvenzverwalter nicht ausreichend.

Aus Sicht der Wirtschaftsprüfer von EY sind die Voraussetzungen für eine Aussage im deutschen Wirecard-Untersuchungsausschuss bisher nicht erfüllt. Die Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht durch Insolvenzverwalter Michael Jaffe reiche nicht aus, erklärte EY am Montag und verwies auf Rechtsauffassungen verschiedener Gerichte.

Eine Aussage vor dem Untersuchungsausschuss, die konkrete Details zu Wirecard und Prüfungshandlungen umfasst, bedeute für die EY-Mitarbeiter daher ein hohes persönliches Rechtsrisiko. Der Untersuchungsausschuss sei gebeten worden, eine rechtssichere Klärung der Sachlage zu unterstützen und damit eine wirksame Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht herbeizuführen.

Die Wirtschaftsprüfer von EY hatten mehr als zehn Jahre lang die Bilanzen von Wirecard testiert, bevor das Unternehmen infolge eines milliardenschweren Bilanzskandals in die Insolvenz rutschte. Vergangene Woche entband Jaffe fünf namentlich genannte Vertreter der Wirtschaftsprüfer EY und KPMG von der Schweigepflicht.

EY sieht sich in dem Skandal selbst mit einer Welle von Schadenersatzklagen konfrontiert. Bei einer rechtssicheren Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht seien auch im Untersuchungsausschuss umfassende Aussagen möglich, erklärte das Unternehmen.

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