Wirtschaft
19.11.2018

Wirtschaftskammer-Chefs loben erfolgreiche Sozialpartnerschaft

Auf beiden Seiten gelungen, wirtschaftspolitisches Verantwortungsbewusstsein zu beweisen. Vida-Chef Hebenstreit lobt Kollegen.

"Die vorliegende Einigung berücksichtigt die berechtigten Interessen des Wirtschafts- und Lebensstandortes Österreich, dafür danke ich den Verhandlungsteams", sagt Jürgen Mandl, Kärntens Wirtschaftskammerpräsident, zur Einigung der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen in den Verhandlungen um den Metaller-Kollektivvertrag. "Die Vermeidung weiterer Streiks ist nach meiner Auffassung ein zentraler Erfolg der Verhandlungen.“ Trotz einer denkbar schwierigen politischen Ausgangssituation sei es der voreilig totgesagten Sozialpartnerschaft auf beiden Seiten gelungen, wirtschaftspolitisches Verantwortungsbewusstsein zu beweisen.

Einigung bei Metaller-KV

 „Der Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen für die Metalltechnische Industrie (FMTI) ist als tragfähiges Gesamtpaket zu werten. Aus Sicht der Unternehmen ermöglicht die vereinbarte Lohn- und Gehaltserhöhung, die Belastungen noch in Grenzen zu halten und gibt den Betrieben damit weiterhin Spielraum für zukünftige Entwicklungen“, sagte WKÖ-Präsident Harald Mahrer. "Das erzielte Verhandlungsergebnis vom Sonntagabend nehme jedenfalls auf die wirtschaftlichen Notwendigkeiten und Eigenheiten der Branche Rücksicht. Eine drastische Erhöhung der Arbeitskosten konnte als standortgefährdend abgewendet werden. Insgesamt sei das Ergebnis eine „für beide Seiten vernünftige Vereinbarung, die sowohl die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch der Unternehmen berücksichtigt, womit die Kompromissfähigkeit der Sozialpartner unter Beweis gestellt wurde.“

 

„Ich gratuliere den Verhandlungsteams der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp zum sehr guten Abschluss in der Metallindustrie. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben sich das Lohnplus verdient. Die BetriebsrätInnen und Beschäftigten haben nach harten Verhandlungen inklusive Warnstreiks ein mehr als herzeigbares Ergebnis erzielt“, sagt auch Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft vida. „Ein Kollektivvertag muss ein gutes Leben ermöglichen und absichern. Kräftige Erhöhungen auf KV- und IST-Löhne sowie die valorisierbaren Nebengebühren sind dafür Voraussetzungen."