Winterkorn-Anklage: Chancen auf Schadenersatz steigen

VW-Kunden sollen sich der Musterfeststellungsklage deutscher Verbraucherschützer anschließen, sagt der Jurist Peter Kolba.
Ein Mann mit Brille und dunklem Anzug steht vor einem blauen Hintergrund.

Der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) sieht durch die Anklage des ehemaligen VW-Chefs Martin Winterkorn im Abgasskandal die Chancen für VW-Kunden auf Schadenersatz erheblich gestiegen. Betroffene sollten sich der Musterfeststellungsklage des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gegen VW anschließen, so VSV-Obmann Peter Kolba am Dienstag in einer Aussendung.

In Deutschland ist der frühere VW-Chef Winterkorn gemeinsam mit vier weiteren Führungskräften wegen schweren Betrugs von der Staatsanwaltschaft Braunschweig angeklagt worden. Die Beschuldigten hätten die Existenz einer illegalen Abschalteinrichtung, welche die Emissionswerte von Diesel-Autos auf dem Prüfstand verringerte, bewusst verschwiegen, so die Staatsanwaltschaft.

Auch WKStA gefordert

Auch die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) solle nach dem Verbandsverantwortlichkeitsgesetz Anklage gegen VW erheben, sagt Kolba.

Kommentare