© KURIER / Semotan Rudolf

Wirtschaft
08/02/2022

Warum der Thermenbesuch bald teurer werden könnte

Gäste könnten bald mit Preiserhöhungen von bis zu 15 Prozent konfrontiert sein.

Energieintensive Unternehmen kämpfen derzeit mit den hohen Strom- und Gaspreisen, so auch Österreichs Thermen und Wellnessbetriebe. Viele haben die Eintrittspreise erhöht oder planen das, aber selbst dadurch lässt sich nur ein Bruchteil der Kosten abfedern, wie das Ö1 Journal um acht berichtet.

Düstere Prognose

Die Strom- und Gaspreise sind als Konsequenz des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine stark gestiegen, noch schlimmer könnte es im Herbst oder nächstes Jahr werden. Der Thermenbetreiber Vamed erwartet für nächstes Jahr eine Strompreiserhöhung in Höhe von 350 Prozent, beim Gas soll die Steigerung bei 400 Prozent liegen.

Für einen Thermenbetrieb soll das im Bereich Energie im Durchschnitt jährliche Mehrkosten in Höhe von einer Million Euro bedeuten. Für Gäste kann das zu einer Preiserhöhung von bis zu 15 Prozent führen. Für die Betriebe wäre das aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, die tatsächliche Teuerung ist viel höher könnte nicht an die Gäste weitergegeben werden.

Großer Wirtschaftsfaktor

Deshalb fordern Thermenbetreiber die Senkung der Mehrwertsteuer von 13 auf zehn Prozent und eine Rückvergütung von Energieabgaben. Thermen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, wird argumentiert.

In Österreich gibt es 35 Thermen die 5000 Zulieferbetriebe und damit eine hohe regionale Wertschöpfung haben. Die Thermen selbst versuchen, sich durch die Einrichtung von Fotovoltaikanlagen, die Nutzung der Restwärme des Thermalwassers und eine Umrüstung auf LED-Beleuchtung zu helfen.

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