© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
08/26/2019

Vorsicht: Finanzministerium warnt vor Internetbetrügern

Mit gefälschten E-Mails und Telefonanrufen wollen angebliche Finanzamtsbedienstete bei Opfern groß abkassieren.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Die Masche ist nicht neu, aber offenbar sehr einträglich: "Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) warnt erneut vor gefälschten E-Mails, die im Namen des BMF an Bürgerinnen und Bürger versendet werden. Die betrügerischen E-Mails mit dem Betreff „Steuerverwaltung“ beinhalten die Information, dass die Empfängerinnen und Empfänger eine Steuerrückerstattung erhalten und zu diesem Zweck ihre Kontoinformationen aktualisieren sollen. Das BMF warnt laufend vor dieser Betrugsmasche", heißt es auf der BMF-Homepage.

Das Betrugsmail im Wortlaut:

"Steuerverwaltung"

Hiermit teilen wir Ihnen mit, dass bei unserem Versuch einer Rückzahlung auf das bei uns bekannte Konto von Ihnen fehlgeschlagen ist.

Bitte melden Sie sich bei Ihrem Steuerrückzahlungsportal an, um die Rückzahlung manuell abzuwickeln. Während des Prozesses können Sie die von Ihnen hinterlegten Kontoinformationen aktualisieren.

Zahlungsdatum: 30 08 2019 Rechnungsnummer: BMF/83LKS/AT5576823444 Betrag: €1,957.05 EUR

HINWEIS: Diese E-Mail gilt as offizieller Abrechnungsbeleg dieser Rückzahlung."

 

Keine Passwörter-Abfrage

"Darüber hinaus ist bekannt, dass die Internetbetrüger Bürgerinnen und Bürger in der Vergangenheit auch telefonisch und mittels SMS kontaktiert haben. Die Betrügerinnen und Betrüger gaben sich dabei als Finanzamtsbedienstete aus und versuchten, die Betroffenen zur Herausgabe ihrer persönlichen Kontodaten zu verleiten", heißt es seitens des Finanznministeriums. "Das BMF betont, dass es sich hierbei um einen Internet-Betrugsversuch handelt und sowohl die versendeten E-Mails als auch das darin verlinkte Internetportal Fälschungen darstellen. Informationen des BMF erfolgen grundsätzlich in Form von Bescheiden und werden per Post oder in die FinanzOnline Databox zugestellt. Das BMF fordert Bürgerinnen und Bürger niemals zur Übermittlung von persönlichen Daten wie Passwörtern, Kreditkartendaten oder Kontoinformationen auf."

So reagieren Sie laut BMF auf einen Betrugsversuch richtig:

  • Folgen Sie in keinem Fall den darin enthaltenen Anweisungen!
  • Klicken Sie keinesfalls auf darin enthaltene Links oder Dateien!
  • Geben Sie unter keinen Umständen persönliche Daten wie Passwörter, Kreditkartendaten oder Kontoinformationen bekannt!
  • Das BMF empfiehlt, solche E-Mails sofort zu löschen!