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Wirtschaft
06/10/2021

Voestalpine trotz Corona und hoher Rohstoffkosten auf Kurs

Positiver Ausblick: Die Nachfrage nach Stahl ist gut und ein Ende der US-Strafzölle in Sicht.

Während andere Unternehmen unter den steigenden Rohstoffpreisen leiden, zählt die voestalpine zu den Gewinnern dieser Entwicklung. „Uns ist es gelungen, die steigenden Kosten am Markt nicht nur weitergeben, sondern auch überkompensieren zu können“, sagt Hubert Zajicek, Mitglied des Vorstandes der voestalpine. Die Entwicklung sei nach wie vor volatil, am Markt bestehe ein Engpass beziehungsweise eine hohe Nachfrage nach Stahl.

Volle Auslastung

„Unsere Werke werden mit maximaler Auslastung betrieben, unsere Lieferperformance ist gut, das bestätigen die Kunden“, sagt voestalpine-Vorstandsvorsitzender Herbert Eibensteiner. Sollte die hohe Nachfrage weiter anhalten, sei allerdings mit zusätzlichen Importen nach Europa zu rechnen.

Und ganz danach sieht es derzeit aus. Ende des vergangenen Kalenderjahres haben die Stahlpreise stark zugelegt. Erst wurde per Ende Februar, dann per Ende Mai mit einer Beruhigung gerechnet, mittlerweile gehen Branchenexperten davon aus, dass es erst mit Jahresende zu einer Verlangsamung des Aufwärtstrends kommt. Vorläufig sorgen aber unter anderem Impffortschritte gegen das Coronavirus dafür, dass weltweit die wirtschaftliche Leistung wieder zunimmt, und das lässt die Nachfrage nach Rohstoffen steigen.

Ebenfalls gute Nachrichten gibt es für die voestalpine seitens des Zollstreits zwischen der EU und den USA. Beide wollen die von Ex-Präsident Donald Trump eingeführten Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium rasch abschaffen. Noch vor dem 1. Dezember 2021 sollen alle Sonder- und Strafzölle aufgehoben werden, heißt es im Entwurf für eine gemeinsame Erklärung.

Der Text soll beim EU-USA-Gipfel am 15. Juni verabschiedet werden und könnte sich bis dahin noch ändern. Eibensteiner zeigt sich erfreut und wertet es als „positives Zeichen, dass Verhandlungen gestartet wurden und beide Seiten Lösungsbereitschaft zeigen“.

Krise noch nicht vorbei

Im Corona-Jahr 2020/’21 hat sich die voestalpine wirtschaftlich trotz Corona-Krise erholt (siehe Grafik), für das neue Geschäftsjahr 2021/’22 ist Eibensteiner ebenfalls optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass es zu einer Erholung der Gesamtkonjunktur kommen wird.“ Die Konjunkturpakete der EU und der USA würden dazu einen großen Beitrag leisten.

Die Krise sei jedoch noch nicht vorbei, warnt der voestalpine-Chef. Die Lieferketten seien nach wie vor angespannt, auch seien weitere Effizienzsteigerungen nötig.

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