Wirtschaft
05.04.2018

US-Handelsdefizit stieg auf höchsten Wert seit 2008

Für den Anstieg des Defizites sorgten vor allem die steigenden Preise für importierte Rohstoffe.

Mitten im Zollstreit mit China hat sich das Handelsdefizit der USA noch einmal ausgeweitet und liegt auf dem höchsten Niveau seit über neun Jahren. Die Importe übertrafen die Exporte im Februar um 57,6 Mrd. Dollar (47 Mrd. Euro), wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte.

Das ist nicht nur der sechste Anstieg in Folge, sondern zugleich der höchste Wert seit Oktober 2008. Dafür sorgten vor allem steigende Preise für importierte Rohstoffe.

Trump droht China

Mehr als die Hälfte des Defizits geht auf das Konto von China: Von dort importierten die USA für 29,3 Mrd. Dollar mehr als sie an Waren hinlieferten. Es verringerte sich damit allerdings im Vergleich zum Vormonat um fast 19 Prozent. US-Präsident Donald Trump droht der Volksrepublik mit zusätzlichen Zöllen auf mehr als 1.000 Produkte im Volumen von 50 Mrd. Dollar. Das US-Defizit im Handel mit China hatte 2017 den Rekordwert von rund 375 Mrd. Dollar erreicht.

Die US-Exporte wuchsen im Februar um 1,7 Prozent auf gut 204 Mrd. Dollar. Die Importe legten ebenfalls um 1,7 Prozent auf rund 262 Mrd. Dollar zu - auch das ist eine Bestmarke.