UNIQA wegen Coronakrise mit 13 Millionen Euro Verlust im ersten Quartal

UNIQA rechnet weiter mit gutem Geschäftsjahr
EGT drehte von 42,3 Mio. auf -13,1 Mio. Euro ins Minus, 37,5 Mio. Euro an Covid-Rückstellungen.

Der UNIQA-Versicherungskonzern hat durch die Coronakrise zu Jahresbeginn wie erwartet einen Gewinneinbruch erlitten. Das Vorsteuerergebnis und der Nettogewinn drehten bis März in niedriger zweistelliger Millionen-Höhe ins Minus, und das Kapitalanlageergebnis sank wegen der nachgebenden Wertpapierkurse um mehr als ein Zehntel. Bei den Prämieneinnahmen gab es dagegen einen Zuwachs.

Das Ergebnis vor Steuern (EGT) der UNIQA Group drehte von positiven 42,3 Mio. auf negative 13,1 Mio. Euro - Analysten hatten ein noch etwas stärkeres Minus erwartet, und dass das EGT niedrig zweistellig negativ sein werde, hatte die UNIQA schon Mitte April avisiert. Das Konzernergebnis ging von 32,2 Mio. auf -13,2 Mio. Euro zurück, je Aktie von 0,10 auf -0,04 Euro, gab das Unternehmen am Freitag bekannt.

Um 11,7 Prozent auf 90 (102) Mio. Euro schrumpfte binnen Jahresfrist das Kapitalanlageergebnis. Der Rückgang wäre noch stärker gewesen, hätten ihn nicht Währungseffekte in Höhe von 28 Mio. Euro im internationalen Geschäft aufgefangen, heißt es. Der Kapitalanlagenbestand verringerte sich gegenüber Ende 2019 von 20,625 Mrd. auf 19,859 Mrd. Euro.

Die gesamten verrechneten Prämieneinnahmen wuchsen um 3,2 Prozent auf 1,578 Mrd. Euro - stärker als von Analysten erwartet, die im Schnitt mit lediglich 1,556 Mrd. Bruttoprämien gerechnet hatten. In Schaden/Unfall legten die Einnahmen um 3,7 Prozent auf 913 Mio. Euro zu, in der Krankenversicherung um 5,1 Prozent auf 304 Mio. Euro. In der Sparte Leben blieben sie mit 361 (360) Mio. Euro fast stabil. Die Versicherungsleistungen stiegen nur um 2,2 Prozent auf 951 Mio. Euro, obwohl darin auch schon erste Rückstellungen von 37,5 Mio. Euro im Zusammenhang mit Covid-19 enthalten sind.

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