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Wirtschaft
02/20/2020

UNIQA: Einkaufstour in Osteuropa und höhere Dividende

Vor Steuern gab es ein kräftiges Plus - ohne Casinos-Verkauf. Konzernergebnis leicht unter 2018, dennoch soll Dividende steigen.

„Der Blick auf das abgelaufene Jahr 2019 zeigt eine positive Entwicklung der gesamten Gruppe", zieht UNIQA-Chef Andreas Brandstetter Bilanz. Die Prämien seien gestiegen, das Ergebnis - bereinigt um den Verkauf der Anteile an den Casinos Austria - um 19,5 Prozent gestiegen. Somit werde der Versicherungskonzern zum achten Mal in Folge der Hauptversammlung eine höhere Dividende vorschlagen.

Im laufenden Jahr wird UNIQA die AXA Töchter in Polen, Tschechien und Slowakei kaufen. Damit soll die Zahl der Kunden um fünf Millionen steigen, der Mitarbeiterstand werde sich um 2.100 erhöhen.

"Wir investieren in drei Wachstumsmärkte Osteuropas, die insgesamt über 50 Millionen Einwohner haben und die im Laufe der letzten Jahre wirtschaftlich viel stärker als Österreich gewachsen sind“, begründet Brandstetter diesen Schritt.

Prämien plus 1,2 Prozent

Die Bilanz in Zahlen ausgedrückt: Der UNIQA-Versicherungskonzern hat voriges Jahr - bereinigt um den außerordentlichen Erlös aus dem Casinos-Anteilsverkauf 2018 - beim Ergebnis vor Steuern (EGT) einen 19,5-prozentigen Anstieg erzielt. Absolut blieb das EGT mit 295,7 (294,6) Mio. Euro etwa auf unverändertem Niveau. Das Konzernergebnis betrug 232,4 (243,3) Mio. Euro, womit das Ergebnis je Aktie auf 0,76 (0,79) Euro sank.

Dennoch will die vor dem Kauf mehrerer AXA-Osteuropa-Töchter für eine Milliarde Euro stehende UNIQA für 2019 die Dividende erneut - das achte Mal in Folge - erhöhen, und zwar von 0,53 auf 0,54 Euro je Aktie.

Die verrechneten Prämieneinnahmen steigerte die UNIQA Group um 1,2 Prozent auf 5,373 Mrd. Euro. Die Combined Ratio, eine Maßzahl für die Schäden und Kosten gemessen an den Prämien, verbesserte sich auf 96,4 (96,8) Prozent.

Bei der Combined Ratio strebe man auch 2020 eine weitere Verbesserung an, hieß es am Donnerstag im Ausblick. Das Prämienvolumen solle 2020 leicht steigen - in Schaden/Unfall um zwei Prozent und in der Krankenversicherung um etwa drei Prozent. Für Leben geht man von einem weiteren Rückgang aus.

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