Tiffany Verlobungsring

© Tiffany/Pari Dukovic

Nobeljuwelier
03/17/2017

Tiffany litt unter Protesten gegen Donald Trump

Der Nobeljuwelier Tiffany schaffte auf dem US-Heimmarkt nur matte Umsätze. Schuld waren auch Protestkundgebungen gegen Donald Trump.

Schmuck, Armbanduhren und Accessoires, das meiste im obersten Preissegment - dafür ist der amerikanische Nobeljuwelier Tiffany & Co. bekannt und berühmt. Für betuchte Kundschaft gibt es weltweit rund 300 Filialen, seit schon fast elf Jahren auch einer in Wien. Dass Glänzendes immer auch für glänzende Ab- und Umsätze sorgt, stimmt allerdings nicht mehr, zumindest nicht mehr in allen Weltregionen.

Im vierten Quartal des Vorjahres schaffte Tiffany ein Umsatzplus von 1,3 Prozent auf 1,23 Milliarden Dollar. Dass sich ein Wachstum ausgegangen ist, hat Tiffany vor allem der starken Nachfrage in Japan und China zu verdanken. In der Region Asien-Pazifik zogen die Umsätze um neun Prozent an, in Japan sogar um 15 Prozent. Dieser Boom konnte die Flaute auf dem Heimmarkt USA wettmachen. In den USA kämpft das Unternehmen schon seit längerem mit matten statt glänzenden Umsätzen.

Rund um den Trump Tower

Zum Teil ist das auf verändertes Kaufverhalten zurückzuführen. US-Kunden greifen verstärkt zu günstigeren Marken und geben überhaupt weniger Geld für Accessoires aus. Gegen Ende des Vorjahres sorgte indirekt Donald Trump auch noch dafür, dass die Kunden in der Vorzeigefiliale auf der Prachtmeile Fith Avenue ausblieben. Weil es nach Trumps Wahlsieg Protestkundgebungen rund um den Trump Tower in New York kam, scheute sich die Kundschaft ausgerechnet im wichtigem Weihnachtsgeschäft, zu Tiffany zu pilgern.

Außerhalb Amerikas berühmt wurde Tiffany spätestens 1961 durch den Film "Frühstück bei Tiffany" mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle. Das kleine Schwarze, das Hepburn in dieser Rolle trägt, wurde übrigens vom Couturier Hubert de Givenchy entworfen.

Zurück zum Unternehmen: Weil er sich nicht gegen schwindende Umsätze stemmen konnte, hatte Firmenchef Frederic Cumenal im Februar zurücktreten müssen. Der frühere Boss Michael J. Kowalski übernahm, bis ein Nachfolger gefunden wird.

Während es mit dem Umsatz leicht nach oben ging, fiel der Konzerngewinn um gut drei Prozent auf 158 Millionen Dollar zurück. Preiserhöhungen und Kostensenkungen trugen dazu bei, dass es nicht noch schlimmer wurde. Aktienanalysten hatten eine noch viel schlimmere Entwicklung erwartet. Bei den Anlegern kamen die Zahlen jedenfalls gut an, die Aktie legte zu.

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