Trumps Zölle treffen Swarovski Optik: 40 Mitarbeiter müssen gehen

Weiterer Stellenabbau im Swarovski-Reich. Optik-Sparte steigt auf die Kostenbremse.
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Der Stellenabbau beim Swarovski-Konzern in Tirol erfasst nun auch die Optik-Sparte. Wie das Unternehmen am Montag dem KURIER auf Anfrage bestätigt, werden im Zuge einer umfassenden Neuausrichtung 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim AMS Frühwarnsystem zur Kündigung angemeldet. 

Grund seien die deutlich gestiegenen Kosten sowie neue Exportzölle für den wichtigen US-Markt, der inzwischen rund 45 Prozent des Gesamtumsatzes ausmache. 

Massiver Kostendruck

"Gleichzeitig steht das Unternehmen unter massivem Kostendruck, sieht sich mit technologischen Umbrüchen, einer alternden Kundenstruktur und zunehmendem Wettbewerb durch digitale Anbieter konfrontiert", heißt es in einer Aussendung. Diese Faktoren führten in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Belastung der Ergebnissituation.

Swarovski Optik mit Sitz in Absam ist ein führender Hersteller von Fernoptik (Ferngläser, Zielfernrohre, Teleskope) und beschäftigt weltweit 1.100 Mitarbeiter. Im Vorjahr wurden knapp 200 Mio. Euro umgesetzt, ein leichtes Plus gegenüber 2024. 

Der Standort Absam, an dem mehr als 90 Prozent der weltweit Beschäftigten tätig sind, bleibe auch künftig das Herz von Swarovski Optik, heißt es weiter. Dies unterstreiche die jüngsten Investitionen von rund 10 Mio. Euro in ein neues Logistikzentrum.

„Der bevorstehende Prozess und die damit verbunde Maßnahme, Mitarbeiter:innen abbauen zu müssen, ist leider unausweichlich, um unsere wirtschaftliche Basis und damit auch die Zukunft des Unternehmens langfristig abzusichern", sagt  Johannes Oberdanner, Vorstandschef von Swarovski Optik. Mit dem eingeleiteten Transformationsprogramm soll die Position als führender Anbieter im Premium-Segment der Sportoptik festigen.

Jobabbau auch in Wattens

Erst im November 2025 kündigte der Kristallkonzern Swarovski den Abbau von rund 400 Arbeitsplätzen an seinem Hauptsitz in Wattens an. Der Großteil des Abbaus erfolgt durch Pensionierungen und freiwilligen Abgängen. Maximal 80 Mitarbeiter werden gekündigt, teilte der Konzern Anfang Jänner mit.

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