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Wirtschaft
05/05/2021

Studie zeigt: EU-Aufbauplan bringt bis zu 25.000 Jobs

IHS hat Österreichs Projekte im Rahmen des EU-Aufbauplan bewertet: Breitbandausbau mit stärkstem Effekt

von Michael Bachner

Die Regierung hat kürzlich ihre Projekte im Rahmen des von der EU geförderten „Aufbau und Resilienzplans“ in Brüssel eingereicht. Die Liste umfasst Vorhaben im Umfang von 4,5 Milliarden Euro. Damit will man erreichen, dass die mit 3,5 Milliarden gedeckelten EU-Zuschüsse zur Gänze abgeholt werden können.

Parallel dazu hat das Institut für Höhere Studien (IHS) in Wien eine rund 60-seitige Bewertung („Impact Assessment“) der Projekte vorgenommen, die dem KURIER vorliegt. Untersucht wurden dabei die möglichen Wachstums- und Beschäftigungseffekte sowie die Auswirkungen auf das Budget.

Höheres BIP

Die zentralen Ergebnisse sind: Die Investitionen von 4,5 Milliarden Euro entsprechen rund 1,2 Prozent des für heuer erwarteten Bruttoinlandsproduktes (BIP). Umgesetzt werden soll der Plan laut EU-Vorgaben bis 2026, dadurch steigern sich die erhofften Effekte im Zeitablauf. Beispielsweise beim Wirtschaftswachstum: Schon 2022 soll das österreichische BIP laut IHS durch die diversen Maßnahmen vom Breitbandausbau bis zum Klimaschutz um 0,41 Prozent höher ausfallen. Auf einen positiven Wachstumsbeitrag von 0,91 Prozent kommt das Institut in seiner Berechnung für das Jahr 2025. Bis 2040 sollte das heimische BIP um 1,21 Prozent oder 6,5 Milliarden höher sein als ohne Aufbauplan.

Das schafft natürlich auch Arbeitsplätze: Die Beschäftigung soll langfristig um 0,61 Prozentpunkte oder rund 25.000 Erwerbstätige steigen. Rund 12.000 neue Jobs erwartet das IHS bereits im kommenden Jahr.

Und: Auch den öffentlichen Finanzen dürfte der Plan guttun. Die Experten rechnen damit, dass sich der Budgetsaldo um 0,56 Prozent des BIP oder rund drei Milliarden Euro verbessern wird (bis 2040). Dabei wird sowohl beim Wirtschaftswachstum als auch bei der Beschäftigung dem Breitbandausbau der stärkste Positiv-Effekt zugetraut.

Hilfe für Comeback

Finanzminister Gernot Blümel sagt dazu: „Die Projekte und Reformen, die wir in Brüssel eingereicht haben, helfen uns beim Comeback Österreichs. Wir erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes, modernisieren Verwaltung und Infrastruktur und bauen neue Forschungsschwerpunkte in Zukunftsfeldern auf.“ Zudem würden die Regionen gestärkt, so Blümel, denn rund 60 Prozent beziehungsweise rund 2,7 Milliarden Euro des eingereichten Investitionsvolumens berücksichtigen von den Ländern vorgeschlagene Schwerpunkte.

Michael Bachner

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