Streit um EU-Subventionen: "Green Deal" ohne Landwirtschaft?

Die EU stellt die Weichen für die Agrarpolitik der kommenden Jahre.
Förderungen für ökologische Maßnahmen sollen gekürzt werden. Agrarier laufen dagegen Sturm.

Trotz des angekündigten „Green Deals“ der EU-Kommission gibt es Pläne, die Ökoförderungen der EU für die Landwirtschaft zu kürzen. Die aktuellen Sparpläne beim EU-Agrarbudget der EU würden dazu führen, dass Umweltschutzmaßnahmen im Agrarbereich von der EU nicht mehr subventioniert werden. Von den geplanten Kürzungen könnten vor allem die Förderungen für ökologische Vorrangflächen betroffen sein. Jene EU-Staaten, die bisher am stärksten auf Ökologisierung gesetzt haben, wären die großen Verlierer.

Der Präsident des Ökosozialen Forums und niederösterreichische Agarlandesrat Stephan Pernkopf sieht das mit großer Skepsis: „Das wird sich so nicht ausgehen. Wenn die Belastungen und die Anforderungen mehr werden, kann das Geld nicht weniger werden“. Schließlich würden ja auch die ökologischen Vorgaben steigen. Das Verbot von Pflanzenschutzmittel erhöht deutlich das Risiko von Ernteausfällen. Der Verzicht auf Düngemittel senkt den Ernte-Ertrag.

Kommentare