Wirtschaft
24.02.2015

Steiermark: Magna verkauft Batterie-Werk an Samsung

Koreanischer Konzern erwirbt drei Standorte in Österreich, China und den USA.

Die Magna Steyr Battery Systems (MSBS) in Zettling bei Graz wird an Samsung SDI verkauft, bestätigte Magna-Sprecherin Ana Topolic am Dienstag Berichte steirischer Medien. Der koreanische Konzern erwirbt drei Standorte in Österreich, China und den USA.

In der Steiermark soll der Standort unverändert bleiben und die 260 Mitarbeiter übernommen werden.

Das Werk in Zettling wurde vor rund zwei Jahren eröffnet und produziert Hoch- und Niedervoltbatteriesysteme für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, sowie 12-Volt-Batterien für Start- und Bordnetzanwendungen.

Magna MILA Hybrid

Traditionell eine Woche vor Beginn des Genfer Automobilsalons präsentierte Magna den jüngsten Spross aus der Familie des MILA Concept Cars: Der MILA Plus Plug-in Hybrid zeichnet sich nach Angaben von Magna durch verringerte Emissionswerte, reduziertes Gewicht und höhere Reichweiten aus. Ein Gutteil der Entwicklung läuft über Simulationen, hieß es bei der Präsentation am Montag in Graz-Thondorf.

Von dem Fahrzeug existiert ein Prototyp, es ist das achte "Mitglied" der MILA-Fahrzeugfamilie. Bedingt durch das hohe Gewicht der Batterien setzte man kontinuierlich auf Reduktion der Masse: Der Rahmen ist aus Aluminium, die Verbindungen sind im Fügeverfahren verklebt, nicht verschweißt. Die Integration der Batterie in den Rahmen verleiht dem Fahrzeug laut Wolfsgruber eine erhöhte "Steifigkeit".

Angetrieben wird der MILA Plus durch einen Dreizylinder-Benzinmotor, durch zwei zusätzliche Elektromotoren auf den beiden Achsen wird ein E-Allrad geschaffen. Das Gewicht inklusive der Batterie beträgt 1.520 Kilogramm. Der Emissionswert beläuft sich auf 32 Gramm CO2 je Kilometer. Die Benziner-Reichweite beträgt rund 500 Kilometer, im E-Antrieb rund 75 Kilometer. Von null auf 100 km/h im Benzinermodus braucht der MILA Plus 4,9 Sekunden, im E-Modus von null auf 80 km/h 3,6 Sekunden.

Laut Wolfsgruber sind die Chassis-Teile und die Innenausstattung des zweisitzigen Fahrzeugs aus Biokunststoff und Naturfasern rezyklierbar. Eine Serienreife wäre in zwei bis drei Jahren möglich.