Pyrotechnik-Verband kämpft für besseres Image der Feuerwerke!

© Feuerwerke Jost / Christoph Maier

Wirtschaft
12/21/2021

Spar Österreich verkauft heuer keine Feuerwerkskörper

Menschen, Tiere und die Umwelt würden unter den Silvesterkrachern leiden, so die Handelskette.

Aus Respekt und Schutz für Menschen, Tiere und das Klima hat sich Spar Österreich entschieden, keine Feuerwerkskörper mehr zu verkaufen. Ab heuer wird es seitens Spar Österreich in allen Filialen sowie bei den meisten selbstständigen Einzelhändlern generell keinen Feuerwerkskörper-Verkauf mehr geben.

Hohe Feinstaubbelastung

„Raketen und Böller lassen Tiere leiden, belasten durch Feinstaub unsere gute Luft, verunreinigen unsere Böden und verletzen zahlreiche Menschen. Das sind Gründe genug für uns, um den Feuerwerksverkauf einzustellen“, sagt Spar-Vorstand Markus Kaser.

Durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern steige die Schadstoff-und Feinstaubbelastung explosionsartig an. In der Silvesternacht werde der Grenzwert von Feinstaub an fast allen städtischen Messstellen in Österreich um das zehn- bis 15- fache überschritten.

Aber nicht nur die Feinstaubwerte steigen durch die Silvesterfeuerwerke. Laut dem Umweltbundesamt verursachen die abgebrannten Knallkörper und Feuerwerksraketen zudem jährlich bis zu 1.000 Tonnen Müll. Dieser Müll kann für Wild- und Nutztiere gefährlich werden, da sie die Rückstände der Feuerwerkskörper für Futter halten. Aber auch der Boden leidet durch die Knaller.

Lauter als ein Flugzeug

Die Explosion von Feuerwerkskörper kann laut Umweltbundesamt bis zu 170 Dezibel erreichen. Zum Vergleich: Ein Flugzeugstart bringt es auf 140 Dezibel und laut Experten beginnt bei 80 bis 100 Dezibel die Unbehaglichkeitsschwelle des Menschen.

Wild- und Haustiere leiden aufgrund des guten Gehörs besonders unter dem Feuerwerkslärm. Für ältere Menschen, Kleinkinder sowie Tiere ist der Lärm eines Feuerwerks somit ein Stressfaktor.

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