Günstig in den Sommerurlaub: Die 8 besten Spartipps von Reise-Experten

Eine Person fährt mit einem Jetski auf dem Meer, während eine andere unter einem Sonnenschirm sitzt.
Frühbucher-Rabatt oder Last-Minute-Angebot? Der KURIER hat nachgefragt, wie sich bei der Urlaubsbuchung am meisten Geld sparen lässt.

2.209 Euro wollen die Österreicher heuer durchschnittlich für den Urlaub ausgeben. Wann und wo bekommen Reisende am meisten für ihr Geld? Und wie lassen sich versteckte Kosten vermeiden? Der KURIER hat bei drei Experten nachgefragt und die acht besten Spartipps für den Sommerurlaub gesammelt:

1. Der richtige Zeitpunkt zum Buchen

Experten raten, möglichst früh zu buchen. Das sei in der Regel dank besonderer Frühbucher-Angebote günstiger, sagt Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbands Reisebüros in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Chef von Mondial Reisen, dem KURIER.

Das gelte vor allem für alle, die zeitlich nur begrenzt flexibel sind, betont Daniela Ebeert, Kommunikationsleiterin von Billa Reisen, etwa Eltern mit schulpflichtigen Kindern, die nur während der Ferien verreisen können.

Frau mit langen braunen Haaren trägt ein gelbes Jackett und lächelt mit verschränkten Armen vor grauem Hintergrund.

Daniela Ebeert, Kommunikationsleiterin von Billa Reisen

2. Last-Minute-Angebote für flexible Urlauber

Aber auch Last-Minute-Angebote können unter Umständen preisliche Vorteile bringen. Das gelte aber nur, wenn die Reisenden keine klaren Vorstellungen zu Termin und Destination haben, sagt Eva Buzzi, Präsidentin des Österreichischen Reiseverbands (ÖRV), dem KURIER

Diese können dann mit etwas Glück ein Restplatz-Schnäppchen buchen. „Was übrig ist, wird manchmal – aber nicht immer – vergünstigt abverkauft“, so Buzzi.

3. Die Wahl einer günstigen Destination

Das Preisniveau zwischen den Urlaubsdestinationen unterscheidet sich zum Teil stark. Südeuropa (etwa Bulgarien oder Rumänien) sei preislich besonders attraktiv, so die ÖRV-Präsidentin. Die Türkei biete ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei Pauschalreisen. Auch in Griechenland (abseits der Top-Inseln) und am spanischen Festland gäbe es immer wieder Schnäppchen.

Wer im Urlaub sein Geld effizient einsetzen möchte, müsse beobachten, wo der Euro besonders stark ist. In vielen Ländern "reicht ein Euro oft fast doppelt so weit wie in Österreich", sagt Buzzi.

Eine Frau mit lockigen blonden Haaren und schwarzem Oberteil lächelt und lehnt an einer Holzoberfläche.

Eva Buzzi, Präsidentin des Österreichischen Reiseverbands (ÖRV)

4. Pauschalreise statt Einzelbuchungen

Pauschalreisen seien Kadanka zufolge  meist günstiger, als wenn Flug, Transfer, Unterkunft und Co einzeln gebucht werden. Auch die Gefahr, von unerwarteten Kosten überrascht zu werden, sei bei einem Komplettpaket oder einer Buchung im All-Inclusive-Hotel geringer.

Auch der Weg in ein Reisebüro könne Kosten reduzieren, so Buzzi. Reisebürokaufleute "sehen auf einen Blick, ob ein Angebot wirklich günstig ist".

5. Vorsicht bei Online-Plattformen

Online-Plattformen können zwar beim Preisvergleich helfen, darunter finden sich aber auch schwarze Schafe. Buzzi warnt vor unrealistisch niedrigen Preisen und widersprüchlichen Bewertungen. 

Auch wenn Vorkasse per Überweisung verlangt wird, solle man hellhörig werden. Zudem sollte vor dem Bezahlen immer der Firmensitz des Unternehmens im Impressum geprüft werden. 

6. Kostenfallen vor Ort vermeiden

Um vor Ort nicht in die Kostenfalle zu tappen, rät Buzzi, öffentliche Verkehrsmittel statt Taxis zu nutzen. Tickets für Sehenswürdigkeiten sollen vorab online reserviert werden. 

Restaurants seien meist abseits der touristischen Hauptattraktionen günstiger. Auch Roaming außerhalb der Europäische Union kann teuer werden. Sicherheitshalber sollen Urlauber auf ihrem Handy den Flugmodus aktivieren.

7. Mietauto früh buchen - mit Rundum-Versicherung

Was für Tickets zu Sehenswürdigkeiten gilt, gelte auch für Mietautos, sagt Kadanka. Auch diese sollen vor Reiseantritt gebucht werden. Nach der Ankunft am Flughafen ist die Vergleichbarkeit zwischen den Anbietern nur noch eingeschränkt gegeben.

Genau ansehen solle man sich beim Mietwagen die Versicherung. Kadanka rät, bereits beim Buchen das komplette Paket mit vollständiger Absicherung zu buchen und sich vor Ort kein teures Angebot aufschwätzen zu lassen.

Mann mit grauen Haaren und Bart trägt ein dunkles Sakko und ein helles Hemd, lächelt freundlich.

Gregor Kadanka, Obmann des WKÖ-Fachverbands Reisebüros

8. Stornoversicherung kann hohe Kosten verhindern

Besonders an Herz legt Kadanka allen Reisenden ausreichenden Versicherungsschutz, vor allem eine Stornoversicherung: „Denn ohne eine solche zahlt man im Ernstfall die gesamte Reise umsonst.“

Jeder 40. Reisende brauche seine Reiseversicherung, sagt auch Buzzi. Schadensfälle würden "von einer Kofferverspätung bis zum Rücktransport im Ambulanzjet" reichen. Gerade wer öfters unterwegs ist, könne hier mit einer Jahresversicherung sparen.

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