Visitors walk past the exhibition stand of Swiss watch manufacturer Patek Philippe at the Baselworld watch and jewellery fair in Basel

© REUTERS / ARND WIEGMANN

Wirtschaft
03/19/2020

Schweizer Uhrenexporte nach China brechen ein

Das Exportvolumen ist gegenüber Februar 2018 um fast 14 Prozent gesunken.

Die Schweizer Uhrenexporte haben im Februar die Auswirkungen des Coronavirus deutlich zu spüren bekommen. Insbesondere die Nachfrage aus China ist mit Blick auf die Ausgangssperren in Teilen des Landes regelrecht eingebrochen.

Wenig Spuren

Insgesamt fiel das Exportvolumen gegenüber Februar 2018 nominal um 9,2 Prozent auf 1,60 Mrd. Franken (1,50 Mrd. Euro). Real, also preisbereinigt, belief sich das Minus auf 13,7 Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilte.

Die Lungenkrankheit Covid-19 war Ende letzten Jahres in der chinesischen Provinz Hubei ausgebrochen und breitete sich in der Folge über den gesamten Globus aus. In der Jänner-Statistik zu den Uhrenexporten waren noch kaum Spuren davon zu sehen. Damals zogen die Uhrenexporte um beinahe zehn Prozent an.

Gift für Stimmung

Pandemien sind Gift für die Stimmung unter Konsumenten und somit auch für die Uhrenbranche. Vor 17 Jahren hatte der Ausbruch der Atemwegsinfektion SARS in Asien die Branche hart getroffen. Die Uhrenexporte waren im Jahr 2003 um 4,4 Prozent rückläufig.

Besonders in Asien schlug die Corona-Krise voll auf die Exportzahlen der Uhrenhersteller durch. Nach China brachen die Ausfuhren um 52 Prozent auf 73,3 Mio. Franken ein. Das Land fiel in der Statistik gemessen am Exportvolumen aus den Top-3 auf den neunten Platz zurück.

Überschwappen

Wann die Corona-Sorgen auf die Uhrenhändler in Europa oder Amerika übergeschwappt sind, wird sich in den kommenden Statistiken erst zeigen. Im Februar jedenfalls nahmen die Uhrenexporte in die USA noch um deutliche 18 Prozent auf 205,8 Mio. Franken zu. Die USA waren damit der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt für die Branche.

In Europa legten die Exporte nach Deutschland um 7,3 Prozent, nach Frankreich um 13 Prozent und nach Italien um 5,0 Prozent zu. Nur die Ausfuhren nach Großbritannien gingen um 19 Prozent zurück. Allerdings lag hier die Latte aus dem Vorjahr ziemlich hoch. Damals deckten sich Uhrenhändler aufgrund der Unsicherheiten rund um den Brexit auf Vorrat mit Zeitmessern ein.

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