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Wirtschaft
08/13/2019

Saftige Pleite einer Werbefilm-Firma

Nach einem massiven Umsatzeinbruch stellte die Hausbank den Kredit fällig, das Unternehmen soll geschlossen werden.

Diese Firma hat laut Homepage Werbefilme unter anderem für Nöm, Ikea und den Verbund gemacht. Doch damit ist jetzt Schluss: „Die Zahlungsunfähigkeit ist darauf zurückzuführen, dass der Schuldnerin im laufenden Geschäftsjahr unerwartet einige große Aufträge weggefallen sind." Das soll dazu geführt haben, dass sich der Umsatz von vier Millionen Euro (2018) auf heuer rund 950.000 Euro eingebrochen ist.

„Die Schuldnerin hat zwar versucht, mit Rationalisierungsmaßnahmen gegenzusteuern und zehn der 14 Mitarbeiter abgebaut, um die laufenden Kosten zu senken“, teilt die Filmfirma dem Gericht mit. „Aufgrund der aufgelaufenen Verbindlichkeiten war die Schuldnerin nicht mehr in der Lage, ihren Schuldenstand abzubauen, wodurch die Schuldnerin nunmehr kostendeckend ist bzw. sogar einen geringen Gewinn erwirtschaften wird.“ Am 2. August 2019 soll die Hausbank die aushaftenden Kreditverbindlichkeiten fällig gestellt haben.

Die J.E.R.K Films GmbH mit Sitz in Wien hat laut Creditreform ein Konkursverfahren beantragt.

Schulden und Vermögen

Die Schulden werden mit 924.500 Euro beziffert, davon entfallen 357.000 Euro auf die Hausbank, 322.000 Euro auf Lieferanten, fast 204.000 Euro auf die Finanz und 41.300 Euro auf die Weiner Gebietskrankenkasse. Laut AKV sollen 200 Gläubiger betroffen sein. Die Aktiva werden mit 41.400 Euro beziffert, es handelt sich auf offene Forderungen gegen Lieferanten.

Keine Zukunft

„Eine Fortführung des Unternehmens wird nicht angestrebt. Derzeit gibt es keine offenen Aufträge, die abgearbeitet werden könnten“, heißt es weiter. „Es ist davon auszugehen, dass die Schuldnerin aufgrund der Insolvenzeröffnung keine realistische Chance hat, neue Aufträge zu bekommen. Der Antragsteller erteilt daher bereits jetzt seine Zustimmung zur Schließung des Unternehmens.“