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Wirtschaft

Runtastic baut ein Viertel der Stellen ab

Adidas-Tochter streicht 70 von 250 Stellen. In den kommenden Monaten wird die bestehende App "adidas Training" eingestellt

03/16/2023, 04:07 PM

Die Adidas-Tochter Runtastic streicht rund 70 von 250 Stellen und stellt in den kommenden Monaten die bestehende App "adidas Training" ein. Das ├Âsterreichische Vorzeige-Start-up mit Sitz in Pasching (O├ľ) soll "effizienter ausgerichtet" werden, Projekte und Teams werden verkleinert, hie├č es in einer Aussendung am Donnerstag.

"Wir werden uns auf unser Kernprodukt, die erfolgreiche adidas Running App, konzentrieren. Das bedeutet leider, dass wir die Anzahl der Projekte und die damit verbundenen Teams verkleinern m├╝ssen", so Runtastic-Chef Scott Dunlap. Die Besch├Ąftigten wurden Donnerstagfr├╝h in einer Mitarbeiterversammlung von der Gesch├Ąftsf├╝hrung ├╝ber die k├╝nftige Strategie und den Stellenabbau informiert. "Der heutige Schritt ist f├╝r uns alle ein sehr herausfordernder", sagte der Firmenchef. Man werde als Gesch├Ąftsf├╝hrung mit allen betroffenen Mitarbeitern Einzelgespr├Ąche f├╝hren, um "individuelle L├Âsungen" zu besprechen.

2015 an Adidas verkauft

Das im Jahr 2009 von vier Studienfreunden gegr├╝ndete Start-up ist Mitte 2015 an den deutschen Sportartikelhersteller Adidas verkauft worden. Adidas schnappte sich damals nicht nur die 50,1 Prozent der Anteile von Axel Springer, sondern auch jene Anteile der vier ober├Âsterreichischen Gr├╝nder und der Risikokapitalgeber. 220 Mio. Euro lie├č sich der Konzern die ├ťbernahme damals kosten. Runtastic-Mitgr├╝nder und Firmenlenker Florian Gschwandtner zog sich Ende 2018 aus dem Unternehmen zur├╝ck.

Im Jahr 2021 belief sich der Umsatz von Runtastic auf 33,7 Mio. Euro und der Jahresgewinn auf 1,4 Mio. Euro, geht aus dem Firmenbuch (Wirtschaft-Compass) hervor. "Das Unternehmen konnte sich erfolgreich weiterentwickeln und die wirtschaftliche Entwicklung entsprach weitestgehend den Erwartungen", hie├č es im Lagebericht f├╝r 2021. F├╝r 2022 liegt noch kein Jahresabschluss vor.

Die Konzernmutter Adidas will aber nicht mehr auf die Marke Runtastic setzen. Die Runtastic Pro App wurde im vergangenen Jahr nicht mehr weiterentwickelt und dann aus den App-Stores genommen. "Im Gesch├Ąftsjahr 2022 ergab sich eine Wertminderung der Markenrechte in H├Âhe von 16 Mio. Euro. Die Wertminderung ist auf die Integration des Markennamens Runtastic in adidas zur├╝ckzuf├╝hren und der Nettowert des Markenrechts Runtastic wurde zum 31. Dezember 2022 entsprechend vollst├Ąndig abgeschrieben", hei├čt es im Adidas-Gesch├Ąftsbericht 2022.

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