Ölförderung

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Wirtschaft
10/25/2021

Rekord-Ölpreise: Sprit ist weiter teuer

Preis für Nordseesorte Brent auf höchstem Stand seit etwa drei Jahren. US-Sorte WTI auf Höchstwert seit etwa sieben Jahren.

Die Ölpreise haben zu Beginn der neuen Woche weiter zugelegt und mehrjährige Höchststände erreicht. Während der Preis für Nordseeöl auf den höchsten Stand seit etwa drei Jahren stieg, erreichte der US-Ölpreis einen Höchstwert seit etwa sieben Jahren. Montagfrüh kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 86,22 US-Dollar. Das waren 69 Cent mehr als am Freitag.

Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 77 Cent auf 84,53 Dollar. In der Spitze waren beide Preise noch etwas höher gestiegen.

Preistreiber bleiben gleich

Die Preistreiber am Rohölmarkt sind seit einigen Wochen dieselben: Während weltweit ein hoher Bedarf an Energie besteht, ist das Angebot aus verschiedenen Gründen begrenzt. Das treibt die Preise von Gas, Kohle und Erdöl stark an.

Der Ölverbund OPEC+ weitet seine Förderung zwar beständig aus. Allerdings kann das steigende Angebot laut Experten nicht mit der konjunkturell bedingt hohen Nachfrage Schritt halten.

Spritpreise hoch

Diese Entwicklung treibt natürlich auch die Spritpreise. Laut Auflistung des ÖAMTC kostete Montagfrüh ein Liter Diesel in Wien je nach Tankstelle zwischen 1,319 und 1,449 Euro. Bei Benzin sind es zwischen 1,329 Euro und 1,439 Euro.

Noch höhere Preise im Ausland

Wer die Herbstferien nutzen will, um einen Kurztrip ins Ausland zu machen, muss dort allerdings in der Regel noch tiefer in die Börse greifen, wie eine Auflistung des VCÖ zeigt. "So kosten 50 Liter Eurosuper in Italien um rund 20 Euro mehr als in Österreich, in Deutschland um rund 16 Euro und auch in Kroatien, Slowakei und Tschechien kostet Benzin mehr", so der Verkehrsclub Österreich. Grundsätzlich lasse sich sagen, dass Tanken im Ausland meist mehr koste als in Österreich.

Wen es statt ans Meer in die Schweizer Berge zieht, der lernt in Österreich das Dieselprivileg schätzen. Da in der Schweiz Diesel nicht steuerlich begünstigt wird, ist dort Eurosuper billiger als Diesel, was auch in Österreich ohne Dieselprivileg der Fall wäre, erklärte VCÖ-Sprecher Gratzer.

Richtig teuer wird es für Urlauber, die den Norden Europas ansteuern. In den Niederlanden kostet eine Tankfüllung (50 Liter) Superbenzin um 28 Euro mehr als in Österreich, in Dänemark sind es 20 Euro mehr, in Schweden plus 18 Euro. Wer hingegen Bulgarien ansteuert, muss um elf Euro weniger zahlen. Nahezu ident verhält es sich bei Diesel.

Rekordpreis in Großbritannien

In Großbritannien ist der Preis für Benzin auf ein Rekordhoch gestiegen. Am Sonntag kostete ein Liter Benzin im Durchschnitt 142,94 Pence (rund 1,7 Euro), wie der Autodienstleister RAC am Montag in Walsall mitteilte. Damit wurde ein neun Jahre alter Rekord gebrochen: Im April 2012 wurden 142,48 Pence für einen Liter bleifrei fällig, vor einem Jahr waren es 114,5 Pence.

Ein 55 Liter fassendes Familienauto vollzutanken, kostet nach RAC-Angaben damit nun 15 Pfund mehr als im Oktober 2020. Diesel liegt hingegen mit durchschnittlich 146,5 Pence pro Liter noch knapp unter dem Allzeithoch von 147,93 Pence.

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