Thema: Postamt der Zukunft, Unternehmenszentrale der Post AG, Haidingergasse 1, 1030 Wien

© gilbert novy

Expansion
08/13/2013

Post steigt in Pharmagroßhandel ein

Die Post AG wird Hauptinvestor beim deutschen Pharmahändler AEP. Auch an Bord: Martin Bartenstein.

Die teilstaatliche Post AG hat im Pharmabereich zugekauft. Sie beteiligt sich mit 40 Prozent als Hauptinvestor an der neu gegründeten deutschen Firma AEP, wurde ein Bericht des deutschen Handelsblatt bestätigt.

Der Zukauf würde gut in die Strategie der Post passen, das nachlassende Briefgeschäft mit verstärkten Initiativen im Paketsektor zu kompensieren, so Post-Sprecher Michael Homola. Logistikpartner ist die Tochterfirma trans-o-flex. Trans-o-flex hält rund 70 Prozent Marktanteil im deutschen Direktgeschäft der Pharmahersteller mit den Apothekern und beliefert täglich mehr als 12.000 Apotheken.

Hinter AEP stehen laut Handelsblatt die beiden ehemaligen Celesio-Manager Markus Eckermann und Jens Graefe. "Unser Ziel ist es ganz klar, ein alternatives Angebot mit attraktiven Konditionen für die Apotheker zu etablieren", sagte Graefe.

Auch Bartenstein an Bord

Neben der Post und Partner der Unternehmensberatung Lexington ist auch der ehemalige österreichische VP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (Bild) ein Teilhaber von AEP. Bartenstein bestätigte, mit "25 Prozent plus" eingestiegen zu sein. Es handle sich um einen "Diskont-Logistiker" mit einem neuen Großkundenkonzept.

"Sehr zufrieden" zeigte sich Bartenstein mit dem Viagra-Verkauf durch seine Pharmafirma Gerot Lannach. Er hatte Ende Juni ein Viagra-Generikum auf den Markt gebracht, nachdem das Patent des Viagra-Herstellers Pfizer auslief. Die Erwartungen hätten sich zum heutigen Tag "voll erfüllt", so der Ex-Minister.

Die deutsche AEP will sich laut Handelsblatt mit besonders schlanken Strukturen im von Rabatten und schwindenden Margen gebeutelten Pharmagroßhandel aufstellen und die Apotheken zum Beispiel nur von einem einzigen Zentrallager aus bedienen. Laut Apotheken-Zeitung will AEP auch nur einmal am Tag und nicht - wie sonst üblich - zwei bis drei Mal täglich ausliefern.

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