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Wirtschaft
01/20/2020

Pleite einer bekannten Elektrofirma mit 86 Mitarbeitern

Als Insolvenzursachen werden Zahlungsausfälle im Zusammenhang mit insolventen Kunden und eine Lohnabgaben-Prüfung angeführt.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Dieses Unternehmen wurde 2012 gegründet und beschäftigt sich mit Elektrodienstleistungen. Zuletzt erwirtschaftete es rund 4,1 Millionen Euro Umsatz. Eine Insolvenz eines Kunden kostete fast 100.000 Euro und eine weitere Forderung (100.000 Euro) musste mittels Gericht betrieben werden. Dazu kamen Nachzahlungen aufgrund einer Lohnabgaben-Prüfung (GPLA) in Höhe von rund 250.000 Euro. Zugleich konnte aber die Kreditlinie bei der Hausbank von 350.000 Euro auf 600.000 Euro aufgestockt und die Forderungen u.a. der Finanz bedient werden.

Am 20. Dezember soll aber die Hausbank einen Rückzieher ins Sachen Kreditlinie gemacht haben. Alternative Finanzierungen konnten kurzfristig nicht an Land gezogen werden. Deshalb musste der Elektrodienstleister jetzt selber den Weg zum Konkursgericht antreten.

Die Firma Electron Technology GmbH mit Sitz in Innsbruck hat am Landesgericht Innsbruck einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt. Das bestätigt Gerhard Weinhofer von Creditreform dem KURIER. Es sind 41 Gläubiger und 86 Arbeitnehmer betroffen.

Schulden und Vermögen

 

Die Aktiva werden mit von rund 62.500 Euro beziffert, davon entfallen 42.500 Euro auf 17 Fahrzeuge und der Rest auf Werkzeug und Kleinmaterial. Dazu kommen aber noch offene Forderungen in Höhe von 67.000 Euro.

Die Passiva werden mit rund 947.000 Euro beziffert, davon entfallen 310.000 Euro auf die Hausbank, 300.000 Euro auf Krankenkassen, 150.000 Euro auf die Mitarbeiter, 125.000 Euro auf die Finanz und 62.500 Euro auf Lieferanten.

Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Den Gläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 26,39 Prozent innerhalb von zwei Jahren angeboten

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