Zweite Pleite innerhalb von einem Jahr.

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Wirtschaft
03/04/2020

Pleite einer bekannten Online-Werbeagentur

Investor soll kurzfristig seine Zusage zum Erlag einer Fortführungskaution bzw. zur Finanzierung des Sanierungsplans zurückgezogen haben.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

„Die Ursachen des Vermögensverfalls sind insbesondere darin zu sehen, dass wesentliche Projekte ausgefallen sind, sodass nicht mehr die erforderlichen Deckungsbeiträge erwirtschaftet werden konnten“, teilt das Unternehmen dem Gericht mit. „Versuche der Antragstellerin mit potentiellen Finanzierungspartnern bzw. Investoren die erforderlichen Mittel beizuschaffen, um eine wirtschaftliche Fortführung des Betriebes ohne Insolvenzverfahren zu gewährleisten, sind bedauerlicherweise mit 27. Februar 2020 gescheitert.“ Nachsatz: "Da der Investor gestern Abend kurzfristig seine Zusage zum Erlag einer Fortführungskaution bzw. zur Finanzierung des Sanierungsplans zurückgezogen hat, ist die
Antragstellerin entgegen der vorab dem Insolvenzgericht avisierten Information nunmehr gezwungen, einen Konkursantrag zu stellen."

Nun musste die Linkilike GmbH mit Sitz in Linz laut KSV1870 Konkurs anmelden.„Das 2012 gegründete Unternehmen ist spezialisiert auf die Verbreitung von digitalen Inhalten und wurde 2018 zum Hottest StartUp 2018 gekürt. 2017 erhielt das innovative Unternehmen den Born Global Champion Award, 2016 eine Pegasus Trophäe und 2013 den Edison Innovationspreis“ weiß man beim KSV1870.

Und weiter heißt es: "Werbekunden buchen bei Linkilike Reichweitenpakete für diverse Inhalte. Über 35.000 angemeldete User (Influencer) verbreiten den von den Kunden zur Verfügung gestellten Content durch Teilen via Facebook & Twitter. Die Abrechnung gegenüber den Werbekunden erfolgt pro Klick.“

Der Schuldenberg wird mit 712.000 Euro beziffert, davon entfallen 565.500 Euro auf sonstige Verbindlichkeiten, 55.000 Euro auf stille Gesellschafter, je 26.000 Euro auf die Dienstnehmer und die ÖGK. Das freie Vermögen wird mit 60.550 Euro beziffert.

Im Geschäftsjahr 2018/19 betrug der Bilanzverlust 497.000 Euro, der Verlustvortrag 502.800 Euro und das negative Eigenkapital 362.000 Euro

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