Die Umwälzungen in der Autobranche sind enorm

© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
09/09/2020

Pkw-Neuwagenverkauf brach im August um 30 Prozent ein

Coronavirus trieb die Käufer zu den Motorradhändlern. Seit Jahresbeginn Rückgang bei Pkw-Neuzulassungen von 33 Prozent.

Im August wurden um 30,1 Prozent weniger Neuwagen als im Vorjahr verkauft, und auch bei Sattelzugmaschinen und Traktoren brach das Geschäft mit Neufahrzeugen ein. Zehn Prozent der neu zugelassenen Pkw waren bereits Benzin-Hybride, der Anteil der E-Autos lag bei 5,4 Prozent. Ein kräftiges Plus gab es bei Motorrädern, teilte die Statistik Austria heute mit.

20.906 Pkw wurden im August 2020 neu zugelassen, wobei bei benzinbetriebenen Pkw die Neuzulassungen um 42,4 Prozent zurückgingen (Anteil: 44,5 Prozent), bei dieselbetriebenen Pkw lag das Minus bei 32,4 Prozent (Anteil: 36,8 Prozent). Marktführer im Autosegment blieb VW mit einem Anteil von 16,5 Prozent, gefolgt von der Schwestermarke Skoda (7,3 Prozent). Der Anteil der Pkw an den Gesamt-Kfz-Neuzulassungen lag bei 67,7 Prozent.

Sehr schlecht lief es im August auch für die Lkw-Hersteller - wobei gerade der Schwerverkehr ein guter Konjunkturbarometer ist. Bei Sattelzugmaschinen wurde im Jahresvergleich ein Minus von 15,9 Prozent eingefahren. Auch die Landwirte waren zurückhaltend, hier wurden um 7,1 Prozent weniger Traktoren neu gekauft. Freuen dürfen sich die Motorradhersteller: Sie steigerten die Verkäufe um 28,3 Prozent.

Die Coronaviruspandemie hat der Kfz-Industrie und dem Fahrzeughandel bisher das Jahr kräftig verhagelt. Von Jänner bis August 2020 sanken die Kfz-Neuzulassungen um 27,8 Prozent, bei den Pkw lag der Rückgang bei 33,2 Prozent.

Auch in Deutschland nimmt die Katerstimmung stetig zu. Beim Nachbarn brach der Pkw-Absatz im August um 20 Prozent ein - trotz erhöhter Kaufprämien für Elektroautos und der Mehrwertsteuersenkung. Vor allem gewerbliche Käufer hielten sich in der Coronakrise zurück, wie das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt kürzlich mitteilte.

Ein deutscher "Autogipfel" gestern, Dienstag, zu neuen Hilfen brachte keine Entscheidung. Nun sollen einmal Arbeitsgruppen eingerichtet werden. Die CSU und die Autolobby fordern Verschrottungsprämien, welche es schon einmal - auch in Österreich - gegeben hat. Die Forderung nach einer Neuauflage gibt es auch hierzulande, bisher blieben sie aber von der Politik ungehört.

Österreich hat eine sehr starke Fahrzeugzulieferindustrie. Gut 70.000 Personen arbeiten direkt in der Kfz-Zulieferindustrie und erwirtschaften jährlich einen Produktionswert von 21 Mrd. Euro.

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