Online-Betrug nimmt zu: Fast zwei Drittel der heimischen Shops betroffen
Zusammenfassung
- 64 Prozent der österreichischen Online-Shops waren bereits von Betrug betroffen, wobei 46 Prozent in den letzten zwölf Monaten ein steigendes Risiko sehen.
- Häufigste Betrugsformen sind bestrittene Warenlieferungen, verfälschte Namens- und Adressdaten sowie Identitätsbetrug.
- 50 Prozent der Shops setzen bereits Maßnahmen zur Betrugserkennung ein, meist durch eine Kombination aus manuellen und automatisierten Verfahren.
Der heimische Onlinehandel ist zunehmend von Betrug oder Betrugsversuchen betroffen. In Österreich waren bereits 64 Prozent der Online-Shops damit konfrontiert. Das geht zumindest aus einer aktuellen Umfrage des Handelsverbands Österreich und des globalen Informationsdienstleister CRIF hervor.
Knapp 100 österreichische Online-Unternehmen nahmen an der Umfrage teil. Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate, berichten 46 Prozent der befragten österreichischen E-Commerce-Unternehmen von weiter gestiegenen Betrugsrisiken.
Betrugsformen
Am häufigsten wird bestritten, die bestellte Ware erhalten zu haben. Dahinter folgen verfälschte Namens- und Adressdaten sowie Identitätsbetrug, bei dem sich Täter als eine andere reale Person ausgeben.
Die Umfrage verdeutlicht die erhebliche wirtschaftliche Tragweite von Betrugsfällen im österreichischen Online-Handel. Zwar halten sich die Schäden für die Mehrheit der Unternehmen in Grenzen. 62 Prozent beziffern ihre jährlichen Verluste auf weniger als 5.000 Euro. Dennoch ist es alarmierend, dass rund zehn Prozent sogar Schäden von bis zu 100.000 Euro pro Jahr melden.
„Fast zwei Drittel der Online-Shops in Österreich waren bereits von Betrug im Netz betroffen. Das Risiko kann also gar nicht hoch genug eingestuft werden. Investitionen in die Sicherheit sind daher nicht zu teuer. Teuer kann es werden, wenn man nicht investiert“, erklärt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands.
Um sich effektiv vor Betrug zu schützen, setzen immer mehr Online-Händler auf automatisierte Risk-, Ident- und Fraud-Prevention-Lösungen. Laut der Studie führen 50 Prozent der österreichischen Online-Shops bereits Maßnahmen zur Betrugserkennung durch. Auf die Frage, wie Unternehmen ihre Betrugserkennungsmaßnahmen umsetzen, gab mehr als die Hälfte an, eine Kombination aus manuellen und automatisierten Verfahren zu nutzen.
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