PK OMV AG "ERGEBNIS 1. HALBJAHR":

© APA/HERBERT PFARRHOFER / HERBERT PFARRHOFER

Wirtschaft
07/08/2021

OMV profitierte im 2. Quartal von besseren Margen

Chemiespannen erreichten lange nicht gekannte Niveaus - Gas- und Ölförderung ähnlich wie im ersten Vierteljahr, aber nochmals höhere Preise

Der heimische Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV hat im zweiten Quartal von deutlich besseren Petrochemie-Margen und auch höheren Raffinerie-Margen profitiert. Die Öl- und Gas-Gesamtproduktion des Konzerns lag von April bis Juni mit im Schnitt 490.000 Fass pro Tag beinahe auf Vorquartalsniveau und über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die erzielten Rohöl- und Erdgaspreise waren höher als im Vorquartal, so die OMV im Zwischenbericht (Trading Statement) von Donnerstag.

Die Chemie-Margen erreichten lange nicht gesehene Niveaus. Bei Polyethylen etwa lag die Referenzmarge in Europa im Schnitt bei 803 Euro pro Tonne, im Vorquartal waren es 548 Euro und im Vorjahresquartal 391 Euro je t gewesen. Bei Polypropylen kletterte die Marge auf 898 Euro/t, nach 608 Euro im Vorquartal bzw. 453 Euro im Vorjahresvergleich. Auch bei Ethylen und Propylen legten die Margen zu. An Polyolefinen verkaufte die OMV im zweiten Quartal 1,42 Mio. t, etwas weniger als im Vorquartal und dem Vorjahresquartal.

Erdgas und Erdöl produzierte die OMV im zweiten Quartal 490.000 Barrel Öl-Äquivalent (je 159 Liter) täglich, nach 495.000 boe/d im Vorquartal bzw. 464.000 boe/d vor einem Jahr. Bei Gas lag das Volumen mit 287.000 boe/d ziemlich genau auf Vorquartals- und Vorjahreshöhe, bei Öl waren es mit 203.000 boe/d ähnlich viel wie von Jänner bis März, aber mehr als 2020.

An Erdgas verkaufte die OMV mit 44,43 Terawattstunden (TWh) zwar weniger als im Vorquartal (59,02 TWh), aber mehr als vor einem Jahr (32,32 TWh). Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa lagen bei 4,0 Mio. t (nach 3,32 bzw. 3,59 Mio. t). Der Raffinerie-Auslastungsgrad in Europa betrug 85 Prozent (nach 81 bzw. 79 Prozent), der Steamcracker-Auslastungsgrad in Europa 93 Prozent (nach 89 bzw. 74 Prozent).

Die Gas- und Ölpreise lagen im zweiten Quartal deutlich höher - der CEGH-Erdgaspreis etwa bei im Schnitt 24,83 Euro pro Megawattstunde (MWh), nach 18,08 Euro im Vorquartal bzw. 6,66 Euro je MWh im zweiten Vierteljahr 2020. Der Brent-Preis (68,97 Dollar/Fass) kletterte gegenüber dem Vorquartal (61,12 Dollar) und verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr (29,56 Dollar); ähnlich war die Entwicklung bei dem für die OMV stark relevanten Urals-Preis.

Am 28. Juli will die OMV die kompletten Zahlen für das zweite Quartal bekanntgeben.

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