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Wirtschaft
10/21/2021

Österreichisch-Russische Kooperation bei Metall und Zoo

Deal mit Linzer Primetals über 250 Millionen Euro und Erfahrungsaustausch mit dem Zoo Schönbrunn.

Zwei Verträge wurden bei der 17. Tagung der Österreichisch-Russischen Wirtschaftskommission im Schloss Schönbrunn in Wien unterzeichnet. Das Linzer Maschinenbauunternehmen Primetals Austria und Metalloinvest unterzeichneten ein Abkommen zur Errichtung einer weiteren Anlage zur Eisenproduktion in Russland. Der Tiergarten Schönbrunn und der Zoo Moskau signierten einen Kooperationsvertrag zur Vertiefung ihrer Partnerschaft.

2,2 Milliarden Euro

Konkret sollen 29 Projekte aus den Bereichen Maschinenbau, Landwirtschaft, Eisenbahn und Holzverarbeitung mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Mrd. Euro umgesetzt werden. Beim letzten Treffen 2018 hatte man 19 Projekte vereinbart. Im Fokus stand diesmal der Deal zwischen der Linzer Primetals und Metalloinvest. Das Volumen beläuft sich auf 250 Mio. Euro.

Wissensaustausch

Im Zoo-Bereich soll ein Erfahrungs- und Wissensaustausch in verschiedenen Unternehmensbereichen des Tiergartens, wie Besuchermanagement, Vertrieb, Ticketing, Öffentlichkeitsarbeit sowie dem Umgang mit dem historischen Erbe und der modernen Tierhaltung erfolgen, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Der wirtschaftliche Austausch im Rahmen der Gemischten Wirtschaftskommission sei ein Startschuss, um wieder die Trendumkehr zu schaffen und die bilaterale Wirtschaftsbeziehungen zu stärken, sagt Wirtschaftsministern Margarete Schramböck. Rund 40.000 Arbeitsplätze würden von der Beziehung mit Moskau abhängen. Auf die Frage nach weiteren Entwicklungen zur Zulassung des russichen Impfstoffs Sputnik V in Österreich, verwies man auf das Prüfverfahren der EU-Arzneimittelbehörde (EMA).

Einbußen bei Export

Die österreichische Warenexporte nach Russland gingen im Coronajahr 2020 um 10,3 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro zurück. Die Dienstleistungsexporte verzeichneten ein Minus von mehr als 12 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. Das gegenseitige Handelsvolumen belief sich auf etwa 6,1 Milliarden Euro. 76 Prozent der Importe aus Russland waren Energieträger (Erdgas und Erdöl). Etwa 1.200 österreichische Firmen sind im Russlandgeschäft tätig, 650 davon haben Niederlassungen in Russland, rechnete heute das Wirtschaftsministerium vor.

Prominente Vertreter bei dem Treffen in Wien waren auf russischer Seite Justizminister Konstantin Anatoljewitsch Tschujtschenko und der stellvertretende Minister für wirtschaftliche Entwicklung Wladimir Jewgenjewitsch Iljitschov. Auf österreichischer Seite fanden sich neben Schramböck noch Firmenvertreter von Frequentis, Kronospan, Primetals Technologies, Palfinger, Vamed, OMV, Voith Hydro und Lasselsberger ein.

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