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Wirtschaft
12/13/2019

Österreich bei materiellem Wohlstand auf Rang drei in der EU

Vor Österreich liegen nur Luxemburg und Deutschland, ärmstes Land der EU ist Bulgarien.

Österreich liegt beim materiellen Wohlstand pro Kopf EU-weit an dritter Stelle hinter Luxemburg und Deutschland. Der sogenannte "tatsächliche Individualverbrauch" (TIV) misst die Güter und Dienstleistungen, die von den Haushalten konsumiert werden. Österreich liegt hier bei 117 Prozent des EU-Durchschnitts, erhob das EU-Statistikamt Eurostat.

Verzerrung

Nur Deutschland (120 Prozent des Durchschnitts) und Luxemburg (134 Prozent) haben demnach einen höheren materiellen Wohlstand. Im kleinen Luxemburg verzerrten aber die vielen Pendler aus den Nachbarländern die Statistik, schränkt Eurostat ein. Aktuellste Zahlen liegen für 2018 vor. Dieser Maßstab erlaube bessere Vergleiche als das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, so Eurostat.

Ärmstes Land der EU ist demnach Bulgarien, wo der TIV pro Kopf nur bei 56 Prozent des EU-Schnitts liegt. Zehn EU-Staaten kamen beim TIV pro Kopf über den EU-Durchschnitt. Vierzehn Länder lagen um bis zu 30 Prozent darunter, vier um mehr als 30 Prozent.

In den meisten EU-Ländern blieben die TIV-Werte in den jüngsten Jahren konstant, deutliche Verbesserungen verzeichneten nur Rumänien (von 65 Prozent des EU-Schnitts 2016 auf 71 Prozent 2018), die Slowakei (von 68 auf 73 Prozent) und Litauen (von 85 auf 89 Prozent). Die stärksten Rückgänge gab es in Schweden (von 112 auf 108 Prozent) und Frankreich (von 110 auf 107 Prozent). Auch in Österreich ergab die Statistik einen Rückgang, von 119 Prozent 2016 auf nunmehr 117 Prozent.

Andere Berechnung

Wesentlich größere Unterschiede als beim TIV gibt es beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Das BIP streut zwischen 51 Prozent des EU-Schnitts in Bulgarien und 261 Prozent in Luxemburg. Österreich hat nach diesem Maßstab mit 127 Prozent des EU-Schnitts einen höheren Wohlstand als Deutschland (122 Prozent), aber weniger als Luxemburg, Irland, die Niederlande und Dänemark.

Bei Irland ist der Unterschied der beiden Indikatoren besonders krass: Beim BIP pro Kopf liegt Irland mit 189 Prozent des EU-Schnitts hinter Luxemburg auf Rang zwei, beim TIV pro Kopf mit 95 Prozent hingegen unter dem Durchschnitt.

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