© Kurier/Jeff Mangione

Wirtschaft
12/23/2020

ÖBB und Westbahn rüsten sich für die Feiertage

Es wird mehr Kapazitäten, aber keine Reservierungspflicht geben. Auch Auslandsreisen sind möglich.

Wirtschaftlich betrachtet ist das Jahr 2020 wegen der Corona-Pandemie für Österreichs Eisenbahnunternehmen bisher eine riesige Herausforderung. Zum Jahresabschluss kommt es aber erst so richtig dick. Denn Weihnachten und Neujahr gelten neben Ostern normal als die Zeiten mit dem größten Reiseaufkommen. Heuer dürfte aber alles anders sein.

Unter normalem Niveau

„Wir haben derzeit die Hälfte der Fahrgäste, die wir normal zu dieser Zeit haben“, sagt Bernhard Rieder, Pressesprecher der ÖBB. Über die Feiertage werde die Zahl der Fahrgäste zwar wieder steigen, aber trotz allem unter dem Niveau eines normalen Jahres bleiben. Umsatzseitig wird das für einen ordentlichen Dämpfer sorgen.

Sicherheitshalber werden jedoch wie auch in anderen Jahren 10.000 zusätzliche Sitzplätze angeboten, damit die nötigen Abstände eingehalten werden können. Dank eines neuen Reservierungssystems kann nur so gebucht werden, dass stets freie Sitze zwischen den Fahrgästen bleiben.

Maske im Speisewagen kaufen

Reservierungspflicht wird es trotzdem keine geben. „Es kann aber sein, dass man bei vollen Zügen nur mit einer Reservierung zusteigen kann“, sagt Rieder. Masken- und Abstandsregeln gelten wie bisher. Wenn ein Fahrgast seine Maske vergessen oder verloren hat, kann er im Speisewagen eine Stoffmaske um 5,90 Euro kaufen.

Trotz Corona halten die ÖBB ihren Fahrplan aufrecht – außer auf der Strecke Wien – Salzburg, da haben die ÖBB und der private Mitbewerber Westbahn ein Drittel der Verbindungen herausgenommen.

Grenzübertritt schwierig

Auch internationale Züge verkehren – außer nach Italien – ganz normal. Um die Regeln, die beim Grenzübertritt einzuhalten sind, müsse sich der Fahrgast selber kümmern. Diese würden sich laufend ändern. Nachtzüge sollen ab März wieder normal verkehren, so Rieder.

Die Westbahn wird neben ihrem Zwei-Stunden-Takt am 23. und 24. Dezember je Fahrtrichtung zwei zusätzliche Verbindungen anbieten. Westbahn-Sprecherin Ines Volpert weist darauf hin, dass bis 7. Februar die Westbahn ÖBB-Tickets und die ÖBB Westbahn-Tickets akzeptieren. „Dadurch sind die Fahrgäste flexibler“, sagt Volpert.

Entspannung im Jänner

Masken können bei der Westbahn nicht erstanden werden. Die Gäste würden sich laut Volpert im Wesentlichen an die Maskenpflicht halten, es gebe nur wenige Ausnahmen. Nach dem 6. Jänner sollte es in Österreichs Zügen wieder ruhiger werden.

Erst wenn das Wetter besser werde, komme es wieder zu Lustfahrten, so Volpert. Die gute Nachricht: Züge gelten auch mit vielen Fahrgästen als recht sicher. Es wurde laut Studien bisher keine großen Ansteckungsherde festgestellt.

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