ÖBB-Holding-Chefs Arno Schiefer (links) und Andreas Matthä

© Kurier/Franz Gruber

Wirtschaft von innen
03/13/2021

ÖBB-Manager verzichten auch 2021 auf Teil ihrer Boni

Die Belegschaft wird zum Sparen aufgerufen, Vorstände und Geschäftsführer erhalten 2021 ebenfalls zehn Prozent weniger Gehalt.

von Andrea Hodoschek

In einem Update zur wirtschaftlichen Lage appelliert das Management an die knapp 42.000 Mitarbeiter, weiter auf Sparkurs zu bleiben. Eine wirtschaftliche Erholung zeichne sich derzeit nicht ab, dem könne sich auch die ÖBB nicht entziehen. Man habe 2020 mit einem gemeinsamen Kraftakt „wirtschaftlich die Kurve gekratzt“, das Gesamtergebnis werde positiv ausfallen. Mehr als 350 Millionen Euro habe das Unternehmen aus eigener Kraft geleistet, um die Umsatzeinbußen (mehr als 700 Millionen Euro) wettzumachen. Die ÖBB erhielten keine direkte Staatshilfe, bekamen aber Gelder aus den sogenannten Notvergaben auf der Westbahnstrecke.

Die „herausfordernde Situation“ werde die Bahn auch „einen Großteil des Jahres 2020 begleiten“, heißt es, die Kosten müssten weiter unter Kontrolle gehalten werden. Die Belegschaft wird um Disziplin beim Abbau von Überstunden und Urlauben ersucht.

Minus zehn Prozent

Die Vorstände der Holding, Andreas Matthä und Arnold Schiefer, sowie die Vorstände und Geschäftsführer der zahlreichen Töchter würden auch 2021 einen „Solidarbeitrag“ leisten. Alle Manager unterschrieben im Februar den Verzicht auf ein Monatsgehalt, so wie im Vorjahr.

Genau gerechnet verzichtet das Management auf rund zehn Prozent des Einkommens vor der Krise. Von den variablen Vergütungen, die im Durchschnitt bei 10 bis 15 Prozent der Grundgehälter liegen, fällt nämlich nur der an das Ergebnisziel gekoppelte Anteil weg. An anderen Zielen orientierte Boni werden weiterhin ausbezahlt, etwa für Pünktlichkeit oder Effizienz.

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