ÖBAG-Aufsichtsratschef Helmut Kern hat endlich gute Nachrichten für den Finanzminister

© ÖBAG/Georg Wilke

wirtschaft von innen
07/01/2021

ÖBAG liefert für Corona-Jahr Rekorddividende von 653 Millionen Euro ab

Um 53 Millionen Euro mehr als für 2019. Auf der heutigen Hauptversammlung wird die Frauenquote repariert

von Andrea Hodoschek

Corona bescherte Finanzminister Gernot Blümel im ersten Quartal 2021 die höchste Staatsverschuldung seit Beginn der Aufzeichnungen 1954. Da kommt von der Staatsholding ÖBAG eine gute Nachricht fürs Budget. Die ÖBAG wird für das Corona-Jahr 2020 eine Rekorddivende abliefern. 

Den Verbund mitgerechnet (wird von der ÖBAG nur gemanagt, überweist seine Dividende aber direkt ans Finanzministerium) fließen von der ÖBAG demnächst 653 Millionen Euro Dividende in die Staatskasse, das sind um 51 Millionen mehr als für 2019. Einige ÖBAG-Konzerne haben trotz der Pandemie gut verdient.

Die höchste Dividende kommt wieder von den Bundesimmobilien BIG, an denen die ÖBAG zu hundert Prozent beteiligt ist,  mit 230 Millionen Euro.

Verbund und OMV erhöhten ihre Dividenden deutlich. Die OMV fuhr 2020 zwar ein um 25 Prozent schlechteres Ergebnis ein, steigerte aber die Ausschüttung an die Aktionäre um knapp sechs Prozent und schüttet an die mit 31,5  Prozent beteiligte Republik Österreich 190,7 Millionen Euro  aus. Damit liegt der Öl- und Gaskonzern auf Platz zwei der ÖBAG-Unternehmen.

Der Verbund steigerte seine ÖBAG-Ausschüttung von 122 auf 132,9 Millionen Euro. Infrastruktur verdient trotz Pandemie gut.

Die Telekom Austria zahlt der Staatsholding 47,2 Millionen Euro.

Von der Post kommen 57,1 Millionen. 

Nur vom krisengeschüttelten Glücksspielkonzern Casinos Austria kommt diesmal nichts.

Frauenquote

Auf der Hauptversammlung der ÖBAG am Mittwoch wird die Frauenquote im Aufsichtsrat repariert. Der 59-jährige Alt-OMV-Betriebsrat Herbert Lindner muss der 44-jährigen Nicole Schachenhofer Platz machen. Sie wurde schon vor Monaten vom Konzernbetriebsrat für die Entsendung in die ÖBAG nominiert. Lindner hatte sich nach heftigen Streitereien unter den Belegschaftsvertretern auf das Mandat der abgetretenen OMV-Betriebsratschefin Christine Asperger gesetzt, womit die Frauenquote nicht mehr stimmte. Die Betriebsräte der drei größten ÖBAG-Beteiligungen OMV, Telekom und Post haben je einen Sitz im Aufsichtsrat.Unter den drei Belegschaftsvertretern ist Schachenhofer allerdings die einzige Frau.

Auch bei den Kapitalvertretern zieht eine Frau ein, das Mandat des Immo-Managers Christian Ebner läuft aus. „Dann haben wir bei den Kapitalvertretern eine Frauenquote von 50 Prozent“, freut sich ÖBAG-Aufsichtsratschef Helmut Kern. Ziel sei es, „unter den ÖBAG-Unternehmen bald erstmals einen Aufsichtsrat mehrheitlich mit Frauen zu besetzen. Wir arbeiten daran“.

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