Volvo und Northvolt wollen Batteriezellen produzieren

© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
06/23/2021

Northvolt-Chef stellt Börsengang des Batterieherstellers in Aussicht

Als zusätzliche Finanzierungsquelle.

Das schwedische Batterie-Start-up Northvolt könnte künftig zur Beschaffung von frischem Geld auch an die Börse gehen. Das Unternehmen werde sich weiter selbst finanzieren müssen, und irgendwann sei es bei dieser Batterienachfrage wahrscheinlich das Richtige, am öffentlichen Kapitalmarkt zu sein, sagte Northvolt-Chef Peter Carlsson dem US-Wirtschaftsmagazin "Business Insider" (Mittwoch).

Die jüngsten Finanzierungsrunden hätten dem Unternehmen etwas Beinfreiheit verschafft, weswegen es keine Eile gebe. "Aber irgendwie werden wir Zugang zu dem zusätzlichen Kapitalfluss brauchen, der mit einer Börsennotierung einhergeht."

Neue Finanzierungsrunde

Northvolt hatte vor zwei Wochen eine neue Finanzierungsrunde über 2,75 Milliarden US-Dollar (2,3 Mrd. Euro) bekanntgegeben, an der sich neben verschiedenen Pensionsfonds auch Goldman Sachs und der deutsche Volkswagen-Konzern beteiligten.

VW hält nach dem zusätzlichen Investment von umgerechnet rund einer halben Milliarde Euro weiter ein Fünftel an dem Start-up. Auch BMW ist seit einigen Jahren an Northvolt beteiligt und hat bei den Schweden Batteriezellen für die künftigen Elektroakkus im Milliardenwert bestellt.

Batteriefabrik

Die derzeit entstehende Batteriefabrik im nordschwedischen Skelleftea ist mittlerweile auf eine jährliche Produktionskapazität von 60 Gigawattstunden Batteriespeicher ausgelegt, von denen 40 Gigawattstunden für Volkswagen vorgesehen sind und 15 Gigawattstunden für den schwedischen Autobauer Volvo, wie es zu Anfang dieser Woche hieß. Mit Volvo zusammen will Northvolt ein weiteres Werk in Europa mit der Kapazität von 50 Gigawattstunden bauen.

Insgesamt hat Northvolt laut Carlsson bisher 6,5 Milliarden Dollar an Finanzmitteln eingeworben. Der Bau von Batteriezellfabriken ist teuer und langwierig. Carlsson strebt einen Marktanteil in Europa von rund 25 Prozent bei den Elektroauto-Batterien an und kann sich nach dem Elektromobilitätsplänen von US-Präsident Joe Biden auch eine Expansion in die USA vorstellen.

Wettbewerb

Nachdem der europäische Elektroakku-Markt bisher vorwiegend asiatischen Herstellern überlassen wurde, heizt sich der Wettbewerb langsam auf: Neben der entstehenden Tesla-Batteriefabrik in Grünheide bei Berlin will Autoriese Volkswagen inklusive Skelleftea in Europa bis 2030 sechs Batteriefabriken mit insgesamt 240 Gigawattstunden hochziehen.

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