Die Beibehaltung des Mikrowellen-Systems wäre billiger. Dafür könnte GPS auch für die Landstraße verwendet werden.

© /Asfinag

Asfinag
12/17/2014

Neues Lkw-Mautsystem ab 2019

Ausschreibung erfolgt schon 2015. Rennen zwischen Mikrowelle und GPS noch nicht entschieden.

von Franz Jandrasits

Einen langen Anlauf nimmt die heimische Autobahnbetreiberin Asfinag für die Erneuerung des mittlerweile gut zehn Jahre alten Lkw-Mautsystems. Obwohl die bereits einmal verlängerten Verträge mit dem Technologie-Lieferanten Kapsch TrafficCom und dessen IT-Partner Raiffeisen Informatik erst Ende 2018 auslaufen, will die Asfinag das System bereits im Frühjahr 2015 ausschreiben.

Konkret ausgeschrieben werden in drei Tranchen das Mautsystem selbst und die Wartung für zehn Jahre. Den Betrieb übernimmt wie bereits bisher die Asfinag selbst.

Ändern könnte sich beim Mautsystem vor allem das System für die Erfassung der Fahrzeuge. Das derzeit verwendete Mikrowellensystem über Mautbalken oberhalb der Fahrbahn ist deutlich billiger als ein GPS-System (Global Positioning System). Wird Mikrowelle beibehalten, kostet das neue System laut Asfinag-Chef Klaus Schierhackl rund 100 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die Einführung des Systems hat 2004 etwa 200 Millionen Euro gekostet.

Bundesländer

Allerdings könnte eine Umstellung auf das Satelliten-Navigationssystems GPS notwendig werden. Dann nämlich, wenn die Mehrheit der Bundesländer die Bundesstraßen – für die aber die Länder zuständig sind – ebenfalls bemauten.

Entscheidet sich etwa nur ein Bundesland für eine eigene Maut, müsste zwar dafür ein GPS-System aufgebaut werden, auf den Autobahnen könnte die Asfinag aber das "alte" Milkrowellensystem behalten. Die GPS-Boxen für Erfassung und Abrechnung der Maut könnten auch vom Asfinag-System gelesen werden.

Die Asfinag finanziert Ausbau und Erhalt des Netzes ausschließlich aus Mauteinnahmen, rund 1 Milliarde Euro bringt dafür die Lkw-Maut.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.