Nestlé Babynahrung-Rückruf: Zwei Chargen in Österreich positiv getestet

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Nestlé musste im Jänner Babynahrung wegen möglicher Belastung mit Cereulid zurückrufen. In Österreich wurden zwar Chargen entdeckt, Krankheitsfälle sind aber keine bekannt.

Zusammenfassung

  • Vitagermine ruft vorsorglich bestimmte Chargen der Babynahrung "Optima 1" wegen Verdachts auf Cereulid-Verunreinigung zurück.
  • Auch andere Hersteller wie Nestlé und Lactalis hatten zuvor Babynahrung wegen möglicher Belastung mit dem Giftstoff zurückgerufen.
  • In Österreich wurden geringe Mengen Cereulid in zwei Chargen nachgewiesen, eine Gesundheitsgefährdung wird jedoch ausgeschlossen.

Anfang Jänner musste der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé Babynahrung in etwa 60 Ländern wegen möglicher Belastung mit Cereulid zurückrufen - auch in Österreich. Danach rief auch der französische Milchindustriekonzern Lactalis Säuglingsnahrung in mehreren Ländern zurück. Es bestand ebenfalls der Verdacht, dass diese Cereulid enthalten könnte. Die französischen Behörden verwiesen darauf, dass beide Unternehmen eine aus China gelieferte Substanz verwendeten.

Laut der Organisation Foodwatch handelt es sich bei der chinesischen Firma um einen der weltweit wenigen Lieferanten von Arachidonsäure (ARA), einer in Europa streng regulierten Substanz, die als Quelle für Omega-6-Fettsäuren in bestimmten Säuglingsmilchprodukten enthalten ist.

In Österreich keine Krankheitsfälle bekannt

In Österreich wurden im Zuge behördlicher Probenziehungen zwei Produktchargen positiv auf Cereulid getestet. Diese wurden dem Gesundheitsministerium zufolge umgehend aus dem Verkehr gezogen. "Die nachgewiesenen Konzentrationen des Toxins waren so gering, dass eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden kann", hieß es. Zur Sicherheit hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) demnach auch Produkte anderer Hersteller stichprobenartig untersucht - "alle Proben waren unauffällig".

Cereulid ist eine Substanz bakteriellen Ursprungs, die Durchfall und Erbrechen verursachen kann. Säuglingsmilch, die als Ergänzung oder Ersatz für Muttermilch verwendet wird, wird streng kontrolliert.

Vitagermine ruft Babynahrung zurück

Der französische Lebensmittelkonzern Vitagermine hat wegen des Verdachts auf eine Verunreinigung mit einem Giftstoff vorsorglich bestimmte Chargen Säuglingsnahrung zurückgerufen. Betroffen davon sind drei Chargen der Säuglingsanfangsnahrung "Optima 1" der Marke Babybio, wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte. Zuvor hatten bereits einige der weltgrößten Anbieter wie Danone, Nestlé und Lactalis Chargen von Säuglingsmilch zurückgerufen.

Grund ist die mögliche Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid, der Übelkeit und Erbrechen auslösen kann. Die französischen Behörden untersuchen zudem die Todesfälle von zwei Säuglingen, die zurückgerufene Babynahrung erhalten hatten.

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