N26-Bilanz veröffentlicht: So steht es jetzt um die Bank

Deutsche Direktbank konnte 2024 ihre Verluste reduzieren. In einzelnen Monaten operativ bereits positiv.
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Die Berliner Digitalbank N26 hat im Geschäftsjahr 2024 weiterhin Verluste geschrieben, konnte ihr Ergebnis jedoch deutlich verbessern. Das berichtet das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe. Laut veröffentlichtem Jahresabschluss belief sich der Fehlbetrag auf 42 Millionen Euro, nachdem im Jahr 2023 noch ein Verlust von 102,4 Millionen Euro angefallen war. Trotz des negativen Ergebnisses bewertet die Geschäftsleitung den Verlauf des Jahres als zufriedenstellend und im Rahmen der Erwartungen.

Gleichzeitig konnte die Bank laut dem Bericht ihre Einnahmen steigern. Der Zinsüberschuss erhöhte sich im Jahr 2024 um 16 Prozent auf 144 Millionen Euro, was das Unternehmen vor allem auf neue Produktangebote zurückführt. Auch der Provisionsüberschuss wuchs und stieg um knapp sechs Prozent auf 136 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Einnahmequellen zählen dabei Zahlungsverkehrsdienstleistungen sowie das Geschäft mit Premiumkonten.

Auch die Kundenbasis der Bank wuchs dem Handelsblatt zufolge weiter. Die Zahl der sogenannten ertragsrelevanten Kunden – also Kunden mit aktiv genutzten Konten – stieg um 14 Prozent auf 4,8 Millionen. Gleichzeitig nahmen die Kundeneinlagen um 2,6 Milliarden Euro auf insgesamt 10,4 Milliarden Euro zu. Das Transaktionsvolumen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 147,8 Milliarden Euro.

2024 profitierte N26 zudem von regulatorischen Veränderungen. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hob im Sommer die zuvor verhängten Wachstumsbeschränkungen vollständig auf. Diese hatten seit 2021 vorgesehen, dass die Bank monatlich nur eine begrenzte Zahl neuer Kunden aufnehmen durfte. Auch in Italien wurden inzwischen Beschränkungen durch die Aufsichtsbehörden aufgehoben.

Für die nähere Zukunft zeigte sich das Unternehmen im Jahresabschluss optimistisch. N26 erwartete für das abgelaufene Jahr 2025 einen deutlich steigenden Zins- und Provisionsüberschuss von über 385 Millionen Euro sowie ein weiteres Wachstum der ertragsrelevanten Kunden um rund 21 Prozent. Nach Angaben des Unternehmens wurde zudem im Juni 2024 erstmals die Gewinnschwelle vor Steuern erreicht. In der zweiten Jahreshälfte erzielte die Bank in den meisten Monaten bereits ein positives operatives Ergebnis, was als wichtiger Schritt auf dem Weg zu nachhaltiger Profitabilität gilt.

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