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Wirtschaft
12/07/2021

Millioneninsolvenz eines Metall- und Fassadenbau-Unternehmens

Es sind 15 Gläubiger und 98 Arbeitnehmer von der Insolvenz betroffen. Das Unternehmen soll fortgeführt und saniert werden.

von Kid Möchel

Die Firma SFL Engineering GmbH hat am Landesgericht Leoben den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung gestellt. Das bestätigt Gerhard Weinhofer von Creditreform. Das Unternehmen wurde 1988 gegründet und beschäftigt sich mit der Glasproduktion und dem Metall- und Fassadenbau. Es sind 15 Gläubiger und 98 Arbeitnehmer von der Insolvenz betroffen. Das Unternehmen um Johann Höllwart soll fortgeführt werden.


 

Das Unternehmen war ursprünglich ein Planungsbüro. Aus der Insolvenz der SFL technologies GmbH wurde der Teilbereich Glasproduktion und Fassadenbau übernommen. Zugleich wurden auch Bau- und Projektleistungen erbracht, wobei einerseits Projekte der SFL technologies fortgeführt und abgewickelt wurden. Aber es wurden auch neue Projekte, darunter Metall- und Glasbauarbeiten am österreichischen Parlamentsgebäude ausgeführt.

Die Insolvenzursachen liegen in einer Vielzahl anhängiger streitiger Verfahren, von denen bereits eines in zweiter Instanz gegen den Masseverwalter der SFL technologies verloren wurde. Es geht dabei um knapp 600.000 Euro. Die restlichen fünf Verfahren führt ebenfalls der Masseverwalter. Es geht um insgesamt 1,62 Millionen Euro.

Schulden und Vermögen

Die Aktiva werden mit rund 3,16 Milllionen Euro beziffert, davon entfallen 104.000 Euro auf die Geschäftsausstattung, 154.000 Euro auf Vorräte und Hilfsstoffe, 498.000 Euro auf Lieferungen und Leistungen und 2,487 Millionen Euro auf sonstige Forderungen.

Die Passiva werden mit 6,98 Millionen Euro beziffert, davon entfallen 4,5 Millionen Euro auf Bankschulden, 1,539 Millionen Euro Lieferungen und Leistungen, 444.000 Euro auf verbundene Unternehmen, 169.000 Euro auf Gesellschafter und 325.000 Euro auf sonstige Verbindlichkeiten. Rund 457.000 Euro entfallen auf Rückstellungen.

Die Zukunft

Den Gläubigern wird eine Quote von 30 Prozent binnen zwei Jahren angeboten. Der Sanierungsplan soll aus dem Fortbetrieb und durch Zuführung von Mitteln des Geschäftsführers und Alleingesellschafters aufgebracht werden. "Eine Schließung wäre insofern desaströs, als dadurch die bestehenden Projekte abzubrechen und hieraus keine weiteren Einkünfte zu lukrieren wären", heißt es im Sanierungsantrag. Dazu kämen Schadenersatz- und Pönaleforderungen sowie die Ziehung einer Bankgarantie.

Die Produkte und Leistungen der Antragstellerin sind auf dem Markt gefragt. Sie wird auch über die 90 Tagefrist des Sanierungsplans hinaus positiv fortzuführen sein und am Ende ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften.

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