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Wirtschaft
01/20/2020

Millionenpleite einer Baumeister-Firma

Das Unternehmen soll fortgeführt werden, zwei Großbaustellen sind noch abzuwickeln.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Die Pleite hat eine eher kuriose Historie. Das Unternehmen wurde im Anschluss an die Konkurseröffnung der früheren Firma ihres Geschäftsführers im November 2016 gegründet. Es wurde aus dieser Pleite Inventar gekauft, um den neuen Betrieb führen zu können. Nach Angaben des Geschäftsführers liegen die Ursachen der aktuellen Insolvenz im strengen Winter 2019 und dem damit verbundenen späten Baubeginn.

Dazu kommen verlustbringende Bauvorhaben mit der Firma B., bei welcher die Baufirma als Generalunternehmer tätig war. Es soll zu zahlreichen Mängeln gekommen sein und bei zwei Großbaustellen sollen die vereinbarten Zahlungen nicht geleistet worden sein.

Außerdem hat die Baufirma von der Firma A., über deren Vermögen im Juli 2019 ein Konkursverfahren eröffnet wurde, Inventar gekauft und Baustellen zur Fertigstellung übernommen. Letztere haben sich als verlustbringend herausgestellt.

Über das Vermögen der Firma Bauwerk Unterland GmbH in Erl wurde heute am Landesgericht Innsbruck aufgrund eines Eigenantrages ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.berichtet Gerhard M. Weinhofer vom Österreichischen Verband Creditreform.

Es sind zehn Arbeitnehmer betroffen. Die Aktiva betragen rund 580.000 Euro, es handelt sich vor allem um Anlagevermögen, Vorräte und noch nicht abgerechnete Forderungen; die Passiva werden mit rund 1,1 Millionen Euro beziffert.

Den Gläubigern wird eine Quote in Höhe von 20 Prozent zahlbar binnen zwei Jahren angeboten. Das Unternehmen soll fortgeführt werden, zwei Großbaustellen sind noch abzuwickeln.

 

 

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