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Insolvenz
03/09/2017

Millionenpleite einer Baufirma

Unternehmen hat vier Millionen Euro Schulden und will Zimmerei verkaufen.

von Kid Möchel

Die Baufirma Glaser Ges.m.b.H. mit Sitz Waidhofen an der Ybbs hat bereits im Jahr 2013 ein Sanierungsverfahren durchlaufen und damals alle Quoten fristgerecht gezahlt. Nun steht das Unternehmen erneut vor dem Insolvenzrichter. Denn: Es kann nicht länger seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Das bestätigt der Gläubigerschutzverband Creditreform dem KURIER.

40 Mitarbeiter und 80 Gläubiger sind laut AKV und KSV1870 von der Pleite betroffen. Den Gläubigern wird 20 Prozent Quote geboten. Über die Insolvenzursachen schweigt man sich im Insolvenzantrag aus. Die Fortführung erscheint aufgrund der Auftragslage „möglich“.

„Zur Finanzierung des Sanierungsplans wird darauf verwiesen, dass beabsichtigt ist, die Zimmerei sowie einen Teil einer Liegenschaft zu veräußern“, heißt es im Antrag. Damit soll ein Teil der Gläubigerquote finanziert werden, der Rest der Quote soll aus dem laufenden Geschäft erwirtschaftet werden.

Schulden und Vermögen

Die Verbindlichkeiten werden mit 4,023 Millionen Euro beziffert, davon entfallen rund 1,390 Millionen Euro auf Banken, die aber mit 1,143 Millionen Euro besichert sind. So wurden Liegenschaften und die offenen Kundenforderungen an zwei Banken verpfändet bzw. zediert.

Bei den Mitarbeitern steht der Betrieb mit rund 571.000 Euro in der Kreide, bei den Lieferanten mit fast 563.000 Euro, bei der Finanz mit rund 460.000 Euro, bei der Gebietskrankenkasse mit 204.600 Euro.

Die Aktiva haben einen Liquidationswert in Höhe von 1,405 Millionen Euro, aber abzüglich der verpfändeten Vermögensgegenstände bleiben maximal 393.000 Euro übrig, davon entfallen 193.000 Euro auf ein Grundstück, und je 50.000 Euro auf einen Grundstücksanteil, Vorräte und halbfertige Arbeiten. Der Rest entfällt auf die Betriebsausstattung, die Geräte und den Fuhrpark.

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