Wirtschaft
03.05.2018

Millionenpleite einer Tiernahrungsfirma

Das 2016 gegründete Start-up-Unternehmen ging finanziell vor die Hunde und wird nun samt den Filialen geschlossen.

Diese Geschäftsidee hatte zwar einen gewissen Biss, doch die Konkurrenz am Markt war offensichtlich viel zu groß. Die Tierkönig GmbH wurde 2016 als Start-up gegründet, um eine neue Tiernahrungs- und Tierzubehör-Handelskette aufzubauen.

„Die benötigten Startkosten erwiesen sich als höher als geplant und zugesagte Förderungen wurden verspätet ausbezahlt, sodass die laufenden Fixkosten nicht bedient werden konnten“, zitiert Gerhard Weinhofer vom Gläubigerschutzverband Creditreform aus dem Konkursantrag. „Gespräche mit Banken und Investoren haben sich letztlich zerschlagen. Erwartete Förderungen wurden gestoppt.“

In der Folge musste die Tierkönig GmbH mit Sitz in der Wiener Walfischgasse die Reißleine ziehen und am Handelsgericht Wien Konkurs anmelden. Das Unternehmen soll geschlossen werden. 19 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Tierkönig unterhält drei Filialen in Wien-Margareten, Wien-Brigittenau und Wien-Hernals, in zwei Fällen sind Mietzins- und Räumungsverfahren anhängig.

Die Schulden werden mit 1,976 Millionen Euro beziffert, der Bilanzverlust 2017 mit rund 1,1 Millionen Euro. Dazu muss man wissen, dass der Umsatz im Jahr 2017 rund 533.000 Euro betragen haben soll.

Beim AWS stand Tierkönig mit Stand Ende 2017 mit rund 450.000 Euro in der Kreide, bei Lieferanten mit fast 682.000 Euro. Die Aktiva haben einen Buchwert in Höhe von 937.000 Euro, das Warenlagen wurde mit fast 356.000 Euro bewertet. Der Einkaufswert des Lagers wird aber nur 60.000 Euro beziffert.