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Tarifverhandlungen
01/04/2019

Keine Streiks: Deutsche Bahn und Lokführer einigen sich bei Löhnen

Bahn und Gewerkschaft GDL wollen heute Vormittag das Ergebnis offenlegen - hier finden Sie bereits die Details.

von Kid Möchel

Die Lohnverhandlungen der krisengeschüttelten Deutschen Bahn (DB) mit der kämpferischen Lokführergewerkschaft GDL um Claus Weselsky sind von Erfolg gekrönt. Die Deutsche Bahn und die GDL haben sich laut Nachrichtenagentur Reuters auf einen Tarifvertrag geeinigt. Die Einigung sehe unter anderem vor, die Löhne in zwei Stufen um insgesamt 6,1 Prozent zu erhöhen, wie die Tarifparteien am Freitag mitteilten. Zudemwurden Verbesserungen bei Arbeitszeitregeln vereinbart.

Der Tarifvertrag (in Österreich: Kollektivvertrag) läuft bis Ende Februar 2021.Der Vereinbarung zufolge sollen die Löhne ab Juli 2019 zunächst um 3,5 Prozent, ab Juli 2020 dann umweitere 2,6 Prozent steigen. Zudemgibt es eine Einmalzahlung von 1000 Euro und die Wahlmöglichkeit zwischen Freizeit undmehr Geld.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende Februar 2021. Mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG hatte sich die Bahn bereits Mitte Dezember nach einemWarnstreik auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

Die Vorgeschichte

Dabei ist die GDL eigentlich sehr kämperisch und streikerprobt, wie vergangenen Protestaktionen bezeugen (siehe Video). "Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat von der Deutschen Bahn seit Sonntag verbesserte Angebote erhalten", heißt es auf der GDL-Homepage. „Wir haben die Angebote auf Herz und Nieren geprüft und dann entschieden, dass wir wieder in die Verhandlungen einsteigen.“ Sie finden am 3. Januar 2019 gegen Mittag in Frankfurt statt. "Die bisher vereinbarten Zwischenergebnisse sind nun vollständig ins Gesamtangebot integriert", sagt Weselsky. „Entscheidende Parameter zur Arbeitszeitverbesserung sind damit unter Dach und Fach.“ So werden zum Beispeil laut GDL "Pausen auf dem Zug und Kurzpausen abgeschafft". Präzisiert werden müssen jedoch noch einige Punkte, unter anderem zur exakten Trennung zwischen Dienst und Privatleben unter dem Stichwort „Schalt mal ab!“. Dazu soll es laut GDL klare Regeln zum Einsatz von modernen Kommunikationsmitteln geben.

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