Kein Mietentgang durch ÖBB-Immobilie
Der KURIER berichtete am 2. Mai 2026 in der Kolumne „Wirtschaft von Innen“, der Leerstand der ÖBB-Immobilie Mariannengasse 16-20 verursache dem Steuerzahler Kosten durch Mietentgang. Das ist nicht richtig. Richtig ist, dass das Baurecht an der Liegenschaft bereits 2021 erfolgreich vergeben wurde. Die ÖBB erzielen daraus laufende Einnahmen in Form des Baurechtszinses. Von einem „Mietentgang“ kann daher keine Rede sein – und damit auch nicht von einer Belastung für den Steuerzahler.
Ganz im Gegenteil, die ÖBB generieren so laufende Einnahmen entsprechend ihrer Immobilienstrategie, die vorsieht, nachhaltige Erträge zu erwirtschaften, anstatt kurzfristige Verkaufserlöse zu generieren. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem Baurechtsnehmer der Immobilie Mariannengasse 16-20 um die Wiener Privatklinik.
Die ÖBB zählen zu den größten Immobilienbesitzerinnen Österreichs. Ihr Portfolio reicht von Bahnhöfen und Verkaufsflächen über Werkstätten und Bürostandorte bis hin zu Wohnraum. Die spezialisierte Tochter ÖBB-Immobilienmanagement GmbH entwickelt aktuell rund 25 Stadtentwicklungsgebiete mit einer Gesamt-Bruttogeschoßfläche von etwa 1,4 Millionen Quadratmetern.
Das ist auch für den Steuerzahler von direkter Bedeutung: Allein im Jahr 2025 erwirtschafteten die ÖBB rund 200 Millionen Euro an Immobilienerträgen. Diese Mittel leisten einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung der Bahninfrastruktur in Österreich. Silvia Angelo, zuständiges Vorstandsmitglied der ÖBB Infra, brachte es kürzlich auf LinkedIn auf den Punkt: „Unsere Immobilien sind mehr als Flächen. Sie sichern Infrastruktur, schaffen Lebensraum und stärken den Standort Österreich.“
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