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Biersommelier-Staatsmeister 2026: "Ich habe kein Lieblingsbier"

Wie Reinhard Feigl zum besten Bier-Experten des Landes wurde und welche die größte Herausforderung für einen Bier-Sommelier ist.
Reinhard Feigl ist Österreichs Biersommelier-Staatsmeister 2026

Eigentlich ist Reinhard Feigl Projektleiter in einem IT-Unternehmen. Vor rund zehn Jahren begann er gemeinsam mit Freunden Bier zu brauen. Aus dem Hobby wurde eine regelrechte Leidenschaft. Feigl machte die Ausbildung zum Biersommelier und schloss sie mit einem Diplom ab. 

Sein eigenes Bier braut er heute professionell – als Gastbrauer bespielt er Brauereien, die freie Kapazitäten haben. Seine Stammbrauerei: Das Leopoldauer Brauhandwerk in Wien. Vor ein paar Jahren wagte Feigl erstmals den Versuch und trat bei den österreichischen Biersommelier-Staatsmeisterschaften an. 

Ein gutes Bier muss klar im Geschmack und gut trinkbar sein. Du musst dein Bier ja auch verkaufen können, sonst hilft der beste Sommelier nichts.

von Reinhard Feigl, Sommelier-Staatsmeister

„Von Bewerb zu Bewerb analysierte ich, was ich besser machen kann“, erzählt er dem KURIER. Beim dritten Antritt hat es geklappt. Vergangene Woche, bei den 7. Österreichischen Biersommelier-Staatsmeisterschaften in Vorarlberg räumte Feigl den Titel ab und sicherte sich gleichzeitig ein Ticket für die Biersommelier-Weltmeisterschaften 2027. Alle zwei Jahre findet die WM statt – dieses Mal ist sie sogar ein Heimspiel. „Bei der letzten WM hat Österreich den Team-Titel geholt. Das Mindestziel muss sein, diesen Titel zu verteidigen“, sagt Feigl.

Was die größte Herausforderung für einen Biersommelier ist? „Den Leuten näher zu bringen, dass Bier viel mehr ist als österreichisches Märzen.“ Wenn sich Feigl etwas wünschen dürfte, wären es mehr Bierbegleitungen zum Gänge-Menü im Restaurant. Ein Lieblingsbier hat er übrigens nicht. „Hopfig und bitter“ darf es gerne sein oder „schön sauer“.

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