Fachkräfte von morgen: Warum die Lehre auch in Zukunft wichtig ist

Ein Mann mit Schutzbrille arbeitet mit einer Feile an einem Werkstück, das in einem Schraubstock eingespannt ist.
Fachkräfte-Lücke: 37.000 Betriebe und die Herausforderung der Lehrlingsausbildung
Sandra Baierl

Sandra Baierl

Rund 38 Prozent aller Jugendlichen entscheiden sich für die Lehre als Ausbildungsweg – Tendenz leicht fallend. Leicht fallend ist auch die Zahl der Betriebe, die Lehrlinge ausbilden. In wirtschaftsschwachen Zeiten gibt es weniger Jobs für Junge.

Rund 27.000 Betriebe bilden Lehrlinge aus und sorgen so dafür, dass es die Fachkräfte von morgen auch tatsächlich gibt. Das Engagement der großen, aber auch vieler mittlerer und kleiner Unternehmen, muss man hochhalten: die Ausbildung junger Menschen obliegt strengen Regeln und bürokratischen Auflagen. Einfach ist es nicht, Lehrlinge zu haben, sie kosten dem Betrieb anfangs auch mehr als sie bringen. Und eine Garantie, dass der fertig ausgebildete Lehrling, die Fachkraft, später im Betrieb bleibt, gibt es nicht.

Interessenvertretungen rühren regelmäßig die Werbetrommel für die Lehre – das hat gute Gründe. Das praxisnahe Ausbildungsmodell in den Betrieben lehrt Jugendlichen das Arbeiten, gibt ihnen das Rüstzeug für den beruflichen Werdegang. Seit jeher ist die Lehre ein Erfolgsmodell für den Standort Österreich.

Die demografische Entwicklung der nächsten zehn Jahre sieht eine Fachkräftelücke. Mehr als eine halbe Million Arbeitskräfte könnten fehlen. Wird die Fachkräfteausbildung jetzt vernachlässigt, hat das in Zukunft grobe Effekte – für Betriebe und für die Jugendlichen.

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