Arbeitsmarkt am Limit: Wo bleibt die Extrakraft, die es jetzt braucht?
Kaum eine Woche ohne Hiobsbotschaft vom Arbeitsmarkt: Stellen werden eingespart, ganze Hierarchieebenen gestrichen. Es trifft alle Bereiche von unten nach oben und es geht nicht mehr nur um einen eventuell angesetzten „Personalspeck“, den man nicht mehr braucht oder um Korrekturen, weil sich Teilbereiche in den Jahren zu stark aufgebläht haben. Es geht an die Substanz.
An die Substanz geht es auch bei den Menschen. Bei den von Kündigung Betroffenen sowieso – aber auch bei den „Bleibenden“. Wenn in vielen Branchen und Unternehmen das Wirtschaftsbarometer über Monate und Jahre nach unten zeigt, Teams reduziert und das Arbeitspensum dennoch irgendwie aufgefangen werden muss, dann hängen sich die langen Krisenjahre besonders an. Sie kosten viel Extraanstrengung und viel Extrakraft. Greifen die Ideen und Lösungsmodelle zur Bewältigung der Krise zudem nicht ausreichend wirkungsvoll, wird die Reduktion zum Dauerzustand. Das lässt Mut, Motivation und Stimmung schwinden – die Schlüsselkomponenten für gutes Wirtschaften und positives Vorantreiben.
Die Aussichten fürs Jahr sind in vielen Branchen bescheiden positiv. Nur bescheiden positiv. Um das Barometer wieder nach oben zu drehen, braucht es mehr denn je eine starke, intelligente Führung und diese Extrakraft. Sofern es die noch irgendwo gibt.
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