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Textilhandel
11/28/2013

Aus für Angora bei H&M

Bilder von grausam gerupften Kaninchen sorgen für ein Umdenken im Textilhandel.

Kleidung aus Angorawolle wird bei H&M vorläufig nicht mehr erhältlich sein. Der schwedische Modekonzern setzt diesen Schritt, nachdem Videos von in China gerupften Kaninchen in Schweden für Empörung gesorgt hatten. H&M müsse überprüfen, ob sich die Hersteller von Angora-Wolle an die "Standards" hielten. Pullis oder Schals aus Angora, die schon in den Geschäften liegen, würden aber noch verkauft.

Grauenerregend

Die Tierschutzorganisation PETA hatte vor einigen Tagen Videos aus China veröffentlicht. Sie zeigen, dass die "empfindsamen Angorakaninchen mehrmals jährlich bei vollem Bewusstsein gerupft oder geschoren" werden. Die Tiere würden auf Streckbänke aufgespannt oder mit Seilen an der Decke befestigt. "Anschließend reißen oder schneiden Arbeiter ihnen das Fell vom Leib. Die Kaninchen schreien vor Schmerz und tragen klaffende Wunden davon." Aus China stammen nach PETA-Angaben 90 Prozent der Angora-Wolle weltweit.

H&M hatte zunächst erklärt, seine Angora-Lieferanten hielten sich an die Standards und würden routinemäßig überprüft. Kritiker entgegneten, dass die Kontrollen nicht effektiv seien. Sie riefen zum Boykott von Kleidungsstücken aus oder mit Angora auf. Die H&M-Konkurrenten Lindex, Gina Tricot und MQ hatten sofort erklärt, sie würden künftig auf Produkte aus Angora verzichten.

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