Kampf gegen die Berge von Plastikmüll

Plastiktüten
Im Klimaschutzministerium diskutierten Experten am Dienstag über Recycling und ein Pfandsystem für Plastikflaschen.

Etwa 1,6 Milliarden Plastikflaschen werden in Österreich jährlich verkauft. Gut ein Drittel davon landet im Müll. Das muss sich ändern: Eine EU-Richtlinie sieht vor, dass bis 2025 mindestens 77 Prozent und bis 2029 dann 90 Prozent gesammelt und wiederverwertet werden. Die Sammelquote in Österreich beträgt derzeit etwa 70 Prozent.

Am Dienstag diskutierte eine Expertengruppe im Klimaschutzministerium darüber, wie die Plastikflaschen-Sammelquoten gesteigert werden könnten. Im Zentrum steht dabei die Einführung eines Pfandsystems, gegen das sich allerdings Teile der Getränkeindustrie heftig wehren, wie der KURIER am Dienstag berichtete.

 

Wie Staatssekretär Magnus Brunner im Gespräch mit dem KURIER nach dem Runden Tisch erklärte, waren die Meinungen zum Pfandsystem durchaus geteilt. Es seien keine Details besprochen worden. Man werde in den nächsten Monaten weiter darüber diskutieren. Es gehe ja nicht nur um Plastikflaschen, sondern um Plastikmüll generell. Die Flaschen machten in etwa nur zehn Prozent aus.

Plastikverpackungen

Auch Klimaschutzministerin Leonore Gewessler will nicht nur über ein mögliches Einwegpfandsystems reden, sondern auch die Diskussion über Plastikverpackungen wieder aufnehmen. Denn die Kreislaufwirtschaft müsse als Ganzes betrachtet werden. Noch im Juni soll es dazu weitere Gespräche geben. „Wir wollen rasch alle Entscheidungsgrundlagen vorliegen haben“, betont Gewessler. Die von der EU vorgegebenen Sammelquoten gelten nicht nur für Kunststoffflaschen. Das Plastik-Problem müsse gesamthaft betrachtet werden, betont auch Brunner

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