Magna zählt zu den größten Autozulieferern weltweit.

© APA/MARKUS LEODOLTER

Joint-Venture
02/04/2014

Magna plant sechs neue Werke in China

Der Autobauer möchte vom stark wachsenden Markt in China profitieren.

China war im Jahr 2013 der größte Neuwagenmarkt der Welt. Fast 22 Millionen Fahrzeuge wurden verkauft und auch für die kommenden Jahre winken steigende Absatzzahlen. Für 2014 rechnet der Verband der chinesischen Autobauer mit einem Plus von acht bis zehn Prozent. Und auch auf lange Sicht ist noch viel Raum für Wachstum, steigt gerade in kleineren Städten die Nachfrage nach einem fahrbaren Untersatz und viele Leute bräuchten inzwischen auch ein zweites Auto.

Von dem rasch wachsenden Automarkt im Reich der Mitte will der kanadische Autozulieferer Magna International profitieren und hat dort ein Joint-Venture gegründet. Der Konzern teilte am Montag in Toronto mit, zusammen mit dem 50-Prozent-Partner Chongquing Guangneng Rongneng Trim würden im neuen Werk in Hangzhou Frontend-Module gebaut.

Bis Ende 2016 sollen sechs neue Werke in China entstehen, hatte Magna, einer der größten Autozulieferer weltweit, erst kürzlich angekündigt. In der Volksrepublik will Magna zwischen 2013 und 2016 seinen Umsatz fast verdoppeln.

Für das laufende Jahr gab Magna kürzlich bei seiner Prognose für den Gesamtumsatz etwas zurückhaltender. Die Erlöse 2014 würden zwischen 33,8 und 35,5 Milliarden Dollar (25,1 bis 26,3 Mrd. Euro) liegen, hatte das einst von dem Austro-Kanadier Frank Stronach gegründete Unternehmen Mitte Jänner mitgeteilt. Analysten haben bisher im Schnitt mit 35,8 Milliarden gerechnet. Der Konzern mit rund 125.000 Mitarbeitern beliefert nach eigenen Angaben nahezu alle Autohersteller der Welt.

China

Der chinesische Automarkt hat die Phase der Abkühlung überstanden. Im vergangenen Jahrzehnt hatte Chinas Fahrzeugmarkt jedes Jahr um sagenhafte 30 bis 40 Prozent zugelegt. Dann kam es zu einer drastischen Abkühlung. 2011 wurden in der Volksrepublik nur 2,5 Prozent mehr Autos verkauft, 2012 betrug das Absatzplus 4,3 Prozent. 2013 wurden dann laut Branchenverband CAAM fast 22 Millionen Fahrzeuge verkauft. Das entspricht einem Plus von 13,9 Prozent.

Zu den größten Gewinnern der Entwicklung zählen die deutschen Hersteller. Mit großen, teuren Limousinen und Geländewagen, bevorzugt von prestigeträchtigen Oberklasse-Herstellern wie Audi, BMW oder Daimler, zeigen Kunden in dem asiatischen Land gern ihren Wohlstand. Unangefochtener Platzhirsch ist hier Audi: Die Ingolstädter VW-Tochter verkaufte in China im vergangenen Jahr knapp 492.000 Autos, gut ein Fünftel mehr. Mercedes steigerte den Absatz um elf Prozent auf rund 228.000 Wagen.

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