Bezos soll 100-Mrd-Dollar-Fonds für KI-gestützte Fertigung planen
Jeff Bezos mit seiner Frau Lauren Sanchez jüngst bei der Oscar-Party.
Amazon-Gründer Jeff Bezos plant einem Zeitungsbericht zufolge einen 100 Milliarden Dollar (86,96 Mrd. Euro) schweren Fonds für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Fertigungsindustrie. Das Wall Street Journal (WSJ) berichtete am Donnerstag, Ziel sei es, Unternehmen zu übernehmen und deren Automatisierung voranzutreiben.
Bezos führe bereits Gespräche mit großen Vermögensverwaltern. Zudem sei er vor einigen Monaten in den Nahen Osten gereist, um bei dortigen Staatsfonds um Kapital zu werben. In Investorenunterlagen werde das Vorhaben als "Instrument zur Transformation der Fertigung" beschrieben. Im Fokus stünden Branchen wie die Chipherstellung, die Rüstungsindustrie sowie die Luft- und Raumfahrt.
Engagement im KI-Sektor
Der neue Fonds dürfte eng mit Bezos' Engagement im KI-Sektor verknüpft sein. Die New York Times hatte im vergangenen Jahr berichtet, dass Bezos Co-Chef des Start-Ups Project Prometheus werden solle. Dieses konzentriere sich auf KI-Anwendungen für die technische Entwicklung und die Fertigung von Computern, Autos und Raumfahrzeugen.
Prometheus verhandelt dem WSJ zufolge derzeit unabhängig davon über eine Finanzierung von bis zu sechs Milliarden Dollar. Laut einem Bericht der Financial Times vom Februar hatte das Unternehmen Ende vergangenen Jahres 6,2 Milliarden Dollar eingesammelt. Bezos war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Auch die Mitgründer von Prometheus reagierten nicht auf Anfragen.
Kommentare