Angriff auf Werk von OMV-Beteiligung Borouge: Produktion gestoppt

In der petrochemischen Anlage des Kunststoffherstellers Borouge in den Emiraten brachen mehrere Brände aus.
FILE PHOTO: General view of the Borouge petrochemical facility at ADNOC's Ruwais Industrial Complex in Ruwais

Der Petrochemiekonzern Borouge, ein Gemeinschaftsunternehmen von OMV und ADNOC mit Sitz in Wien, musste nach einem Angriff des Iran seine Produktion im Werk im Industriegebiet Ruwais in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) am Montag einstellen. 

Nach einem erfolgreichen Abfangen eines iranischen Luftobjektes durch die Luftabwehr hätten herabfallende Trümmerteile Schäden an den Anlagen verursacht, teilte Borouge am Montag mit. Es habe keine Verletzten gegeben, die entstandenen Brände seien vollständig unter Kontrolle gebracht worden.

Kurzfristige operative Störungen bewältigbar

Borouge konnte den eigenen Angaben zufolge einen erheblichen Teil seiner Produktion im März über alternative Vertriebswege absetzen. Zusätzliche Lagerbestände seien vor dem Versand eingelagert worden. "Borouge verfügt dank starker Cashflow-Generierung und hoher Liquidität über eine hohe finanzielle Stabilität, um kurzfristige operative Störungen zu bewältigen", teilte das Unternehmen am Ostermontag schriftlich mit.

Am 31. März hatten die heimische, teilstaatliche OMV und der Energiekonzern ADNOC aus Abu Dhabi die Fusion ihrer Chemiesparten zur neuen Borouge International mit Sitz in Wien abgeschlossen.

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